{"id":307,"date":"2013-01-24T14:24:31","date_gmt":"2013-01-24T13:24:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steffenkirchner.de\/blog\/?p=307"},"modified":"2013-01-24T14:33:24","modified_gmt":"2013-01-24T13:33:24","slug":"der-weg-zum-traumberuf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steffenkirchner.de\/blog\/der-weg-zum-traumberuf\/","title":{"rendered":"Der Weg zum Traumberuf"},"content":{"rendered":"<p>Leben Sie in Ihrem Traumberuf, oder machen Sie eher einen Job? Die Unterscheidung zwischen den beiden Worten ist recht einfach: Ein Job ist etwas, wovon man lebt. Ein Beruf ist etwas wof\u00fcr man lebt. Die zentralen Fragen die man sich stellen muss, um den pers\u00f6nlichen Traumberuf zu finden, lauten: Wozu bin ich berufen? Was ist meine Aufgabe und mein Sinn im Leben? Was haben andere Menschen davon, dass es mich gibt &#8211; und was w\u00fcrde ich gerne f\u00fcr sie tun? <!--more--><\/p>\n<p>Wenn man seinen Traumberuf herausfinden m\u00f6chte, ist es weniger wichtig rein nach Vernunftkriterien zu gehen. Ob ein Arbeitsplatz sicher ist, ob diese oder jene Branche in Zukunft eher gute oder schlechte Aussichten hat usw. sind Argumente f\u00fcr den Kopf, die beantworten ob der betreffende Job \u201evern\u00fcnftig\u201c w\u00e4re und generell gute Zukunftsperspektiven bietet. Der Kopf beantwortet aber nicht die eigentlich enscheidende Frage, die da lautet:<em> \u201eZu was bin ICH berufen?\u201c<\/em> Einen Traumberuf findet man \u00fcber das Gef\u00fchl im Herzen, nicht \u00fcber Vernunftargumente im Kopf.<\/p>\n<p>Fragen Sie sich: Worin kann ich mir vorstellen, richtig gut zu werden und daf\u00fcr einen Gro\u00dfteil meiner Lebenszeit zu investieren? Mal angenommen Sie w\u00e4ren finanziell unabh\u00e4ngig: Was w\u00fcrden Sie so gerne machen, dass Sie sogar bereit w\u00e4ren, es kostenlos zu tun? Mit Fragen wie diesen kommen Sie Ihrer wirklichen Berufung immer n\u00e4her.<br \/>\n\u00dcbrigens k\u00f6nnen auch Hobbys oftmals einen Hinweis auf einen Traumberuf liefern. Denn wenn man etwas so gerne macht, dass man daf\u00fcr <strong>freiwillig<\/strong> Zeit und auch oftmals noch Geld investiert, k\u00f6nnte oftmals auch die Bereitschaft daf\u00fcr da sein, das Ganze sogar beruflich zu betreiben und damit Geld zu verdienen. Aber Achtung: Nicht jedes Hobby dass Ihnen Spa\u00df macht ist automatisch auch Ihre Berufung! In diesem Blog m\u00f6chte ich Ihnen drei entscheidene Tipps mit auf den Weg geben, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem pers\u00f6nlichen Traumberuf helfen werden.<\/p>\n<p><strong>Tipp 1: Traumberuf = Gr\u00f6\u00dfte Freuden + Gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rken\/Talente<\/strong><\/p>\n<p>Fallen Sie nicht auf die Motivationsl\u00fcge herein: <em>\u201eWenn du deinen Traumberuf suchst, dann mach das, was dir am meisten Spa\u00df macht.\u201c<\/em> Unsinn! Es kann zwar sein, dass der Traumberuf tats\u00e4chlich eine T\u00e4tigkeit ist, die Ihnen den meisten Spa\u00df im Leben macht, aber: Nicht alles was Spa\u00df und Freude macht ist automatisch die pers\u00f6nliche Berufung. Um es an einem konkreten Beispiel zu beweisen: Viele Menschen singen f\u00fcr ihr Leben gerne. Am liebsten jeden Tag stundenlang, im Auto, unter der Dusche, beim Kochen usw.. Doch wenn man bei vielen dieser Menschen dann einen Blick auf das Talent und die Qualit\u00e4t ihrer Gesangsk\u00fcnste wirft, wird schnell klar: Machs f\u00fcr dich, aber bel\u00e4stige damit niemand anderen. Wir Menschen k\u00f6nnen in bestimmten T\u00e4tigkeiten komplett talentfrei sein, aber dennoch einen riesen Spa\u00df bei der Aus\u00fcbung des Ganzen haben. Die Casting Sendung <em>&#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220;<\/em> liefert daf\u00fcr jedes Jahr aufs Neue den sicht- und leider auch h\u00f6rbaren Beweis.<\/p>\n<p>Fragen Sie sich zwei Dinge:<br \/>\nErstens: Was macht mir im Leben am meisten Freude und Spa\u00df?<br \/>\nZweitens: Was sind meine gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken und Talente?<br \/>\nMachen Sie sich auf einem leeren wei\u00dfen Papier eine Liste mit 2 Spalten. Schreiben Sie links Ihre 15-20 gr\u00f6\u00dften Freuden auf. Rechts schreiben Sie Ihre 15-20 gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken auf, bzw. auch das, was zu Ihren gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken werden k\u00f6nnte, wenn Sie anfangen w\u00fcrden das Ganze durch Training zu verbessern. Wenn Ihnen selbst keine St\u00e4rken mehr von sich einfallen, dann fragen Sie Menschen in Ihrem engeren Umfeld, denen Sie vertrauen (Eltern, Freunde, Trainer, Kollegen, Partner etc.).<br \/>\nNehmen Sie nun die drei gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken und die drei gr\u00f6\u00dften Freuden und schreiben Sie sie zusammen untereinander auf ein Blatt Papier. Dieses Ergebnis ist ein Kontroll-Tool, um Ihren Traumberuf zu finden. Suchen Sie nun eine berufliche T\u00e4tigkeit, bei der Sie mindestens eine (optimaler Weise alle) Ihrer gr\u00f6\u00dften Freuden in diesem Beruf ausleben k\u00f6nnen, genauso wie mindestens eine Ihrer gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken. Am besten w\u00e4re es auch hier, wenn jeweils zwei oder alle Punkte erf\u00fcllt w\u00e4ren. Finden Sie hierf\u00fcr eine T\u00e4tigkeit, so werden Sie in einem Beruf arbeiten, der Ihnen erstens sehr viel Freude macht und f\u00fcr den Sie zweitens offensichtlich einige St\u00e4rken und Talente mitbringen. Tiefe Motivationsl\u00f6cher \u2013 Fehlanzeige!<\/p>\n<p><strong>Tipp 2: Das richtige Unternehmen<\/strong><\/p>\n<p>Versuchen Sie nicht prim\u00e4r ein Unternehmen zu finden, dass Sie gut bezahlt, sondern eines, bei dem Sie sich pers\u00f6nlich weiterentwickeln k\u00f6nnen. Finden Sie vorab heraus, was dieses Unternehmen Ihnen f\u00fcr M\u00f6glichkeiten bietet, dass Sie pers\u00f6nlich wachsen und besser werden k\u00f6nnen. Denn, es gibt ein einfaches Gesetz in der Natur: <em>Alles was nicht w\u00e4chst, das stirbt.<\/em> Wenn Sie keine Entwicklungsm\u00f6glichkeiten und Angebote in Ihrem Unternehmen bekommen, wird der Alltagstrott Ihnen \u00fcber kurz oder lang jegliche Freude und Motivation nehmen. Richtig gute Unternehmen sind stark darin, ihren Mitarbeitern viele Angebote zu machen, wie sie sich weiterentwickeln k\u00f6nnen \u2013 nicht nur fachspezifisch als Arbeitskraft, sondern auch als Mensch. Gute Unternehmen haben ein maximales Interesse an der kontinuierlichen pers\u00f6nlichen Entwicklung Ihrer Mitarbeiter. Denn: Unternehmen werden nur besser, wenn die Menschen im Unternehmen besser werden.<br \/>\nWenn Sie wissen m\u00f6chten, ob ein Berufsbild zu Ihnen l\u00e4ngerfristig passt, fragen Sie sich immer: In was f\u00fcr eine Pers\u00f6nlichkeit werde ich mich hineinentwicklen, wenn ich l\u00e4nger diesen Beruf aus\u00fcbe. Sehen Sie sich dazu Menschen an, die schon l\u00e4nger in diesem Beruf bzw. in diesem Unternehmen arbeiten. Gibt es immer wieder gleiche Muster die Sie erkennen k\u00f6nnen? Fragen Sie sich, ob das Ihr Weg ist.<\/p>\n<p>Finden Sie ein Unternehmen, dass darauf bedacht ist, Sie so gut werden zu lassen, wie Sie es selbst wollen. Gute Chefs achten darauf, dass ihre Mitarbeiter besser werden als sie selbst. Schlechte Chefs schauen, dass ihre Mitarbeiter kleiner und inkompetenter bleiben als sie selbst, da sie damit Ihre Macht und Kontrolle sch\u00fctzen wollen. Doch das Gegenteil gilt f\u00fcr echten Erfolg. Eine gute F\u00fchrungskraft ist nicht zwingend der fachkompetenteste in seiner Firma, sondern er sorgt daf\u00fcr, dass noch kompetentere Menschen als er selbst es ist, f\u00fcr ihn arbeiten.<\/p>\n<p><strong>Tipp 3: Der Einstieg<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Sie Ihren Traumjob gefunden und ausgew\u00e4hlt haben, bei dem Ihnen das Herz aufgeht wenn Sie nur daran denken, und Sie auch ein Unternehmen gefunden haben, f\u00fcr das Sie unbedingt gerne arbeiten m\u00f6chten, dann gehen Sie weiterhin wie folgt vor, um in dieses Unternehmen richtig einsteigen zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<ol start=\"1\">\n<li>Glauben Sie an sich. Das Unternehmen ist nicht nur f\u00fcr Sie attraktiv, sondern auch f\u00fcr viele andere. Um genommen zu werden, m\u00fcssen Sie einige Mitbewerber hinter sich lassen. Wenn Sie nicht selbstbewusst auftreten und einen halbherzigen Versuch wagen, bei dem Sie kaum an sich selbst glauben, werden Sie von der Konkurrenz \u00fcberrannt und von Ihrem Wunschunternehmen nicht f\u00fcr ernst genommen. Wenn Sie wirklich starke Unsicherheit und Angst vor dem Vorstellungsgespr\u00e4ch versp\u00fcren, macht das nichts. Schauspielern Sie! Tun Sie so, als ob Sie unglaublich selbstbewusst und selbstsicher w\u00e4ren. Nehmen Sie sich vor, nur f\u00fcr die 10 Minuten diese Rolle zu spielen. Ihr K\u00f6rper &amp; Kopf haben sich danach daran gew\u00f6hnt und durch die nachlassende Nervosit\u00e4t (die nur am Anfang stark ist), werden Sie auch nach den ersten 10 Minuten automaitsch weiterhin selbstbewusst auftreten.<\/li>\n<li>Machen Sie etwas Unerwartetes und sorgen Sie f\u00fcr eine \u00dcberraschung. Wenn Sie sich f\u00fcr einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz bewerben, schreiben Sie keine typische 0-8-15 Bewerbung. Lassen Sie sich einen witzigen, intelligenten und au\u00dfergew\u00f6hnlichen Text einfallen. Machen Sie Ihre Bewerbung zu etwas besonderem, zu einer Art Kunstwerk. Sie m\u00fcssen sich von anderen abheben um wahrgenommen zu werden. Seien Sie anders! <a href=\"http:\/\/karrierebibel.de\/oh-gott-was-soll-ich-anziehen-die-wohl-originellste-bewerbung-fur-einen-ausbildungsplatz\/\" target=\"_blank\">Hier ein nettes Beispiel, f\u00fcr eine zumindest schon mal sehr kreativ geschriebene, &#8222;verr\u00fcckte&#8220; Bewerbung<\/a> (die \u00fcbrigens Erfolg hatte).<\/li>\n<li>Das Gleiche gilt auch f\u00fcr Vorstellungsgespr\u00e4che. Sie sind ein einzigartiger Mensch und m\u00fcssen Ihre Einzigartigkeit herausheben. Das Problem ist, dass heutzutage schon im Schulsystem alle Menschen gleich behandelt und \u201egleich gemacht\u201c werden. Aus diesem Grund arbeiten zu viele gleiche Menschen in gleichen Unternehmen, die auf die gleiche Art und Weise gleiche Produkte und Dienstleistungen anbieten. Langweilig! Nochmal: Seien anders! <a href=\"http:\/\/bewerbung.net\/top-floskeln-in-bewerbungen\/\" target=\"_blank\">Verhindern Sie Floskeln, die jeder von sich gibt.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Hierzu noch eine nette kleine beispielhafte Geschichte, eines guten Freundes von mir, der vor einigen Jahren zu einem Vorstellungsgespr\u00e4ch in seine Traumfirma eingeladen wurde. Zu seiner \u00dcberraschung waren auch noch ca. 20 andere Bewerber eingeladen. Er musste in einem Warteraum abwarten, bis er aufgerufen wurde um vorzusprechen. Er wurde nerv\u00f6s, da er dachte: <em>\u201eWenn ich so sp\u00e4t dran komme, haben die Chefs sich vielleicht schon f\u00fcr einen meiner Vorg\u00e4nger entschieden.\u201c<\/em> Kurzerhand ging er zu der Sekret\u00e4rin und gab ihr einen Zettel, mit der Bitte, dass sie diesen an die Gesch\u00e4ftsleitung weitergeben soll. Als die Sekret\u00e4rin wieder in den Warteraum kam, um den n\u00e4chsten Bewerber aufzurufen, hie\u00df es nicht mehr: <em>\u201eDer N\u00e4chste bitte\u201c<\/em>, sondern <em>\u201eHerr Tschembaron bitte.\u201c<\/em> Die Chefs waren auf ihn aufmerksam geworden. Warum? Auf dem Zettel stand: <em>\u201eEntscheiden Sie sich nicht, bevor Sie nicht mit mir gesprochen haben.\u201c<\/em> Die Chefs fragten ihn, wie er darauf komme, dass man mit ihm sprechen m\u00fcsse. Dann fing er an seine Begeisterung f\u00fcr den Beruf und diese Firma zu erkl\u00e4ren. Nach 30 Minuten hatte er die Stelle.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Bieten Sie zu Beginn Ihre Arbeitsleistung ggf. sogar kostenlos an. Wenn Sie eine Stelle (egal ob Festanstellung oder Praktikumsplatz) wirklich wollen, dann bieten Sie Ihrem Chef an, sogar kostenlos f\u00fcr ihn f\u00fcr 2-4 Wochen zu arbeiten. Der Grund ist, weil Sie einfach so gerne in diesem Unternehmen in Ihren Traumberuf einsteigen m\u00f6chten. Das wird den Chef positiv \u00fcberraschen, denn so ein Angebot kommt nicht jeden Tag ins Haus. Damit sorgen Sie f\u00fcr eine positive \u00dcberraschung und werden garantiert mit viel Respekt und anderen Augenbetrachtet. Das erh\u00f6ht Ihre Chancen auf den Einstieg.<\/li>\n<\/ol>\n<div style='text-align:left' class='yasr-auto-insert-visitor'><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leben Sie in Ihrem Traumberuf, oder machen Sie eher einen Job? Die Unterscheidung zwischen den beiden Worten ist recht einfach: Ein Job ist etwas, wovon man lebt. 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