Wie Schicksalsschläge das Leben verändern

Das Schicksal meinte es nicht gut mit Randy Pausch. Doch der amerikanische Professor kümmerte sich wenig darum. Seine Art damit umzugehen, bewegte Millionen von Menschen weltweit. Wenige Monate vor seinem Tod sagte er folgenden Satz: „We can not change the cards we are dealt, just how we play the hand.“ Frei übersetzt: „Wir können nicht kontrollieren, welche Spielkarten wir im Leben bekommen. Aber wir können entscheiden, wie wir damit spielen.“ Seine Lektionen waren eine Inspiration und er nutzte seine Lebensgeschichte dazu, um zahlreiche Menschen für das wachzurütteln, was im Leben wirklich zählt.

http://cafedigital.de/wordpress/uploads/2008/04/dk_pausch.jpgDas Leben ist einem Kartenspiel gar nicht so unähnlich. Beim Poker, Blackjack oder jedem beliebigen anderen Kartenspiel, bekommt man zu Beginn eine bestimmte Anzahl an Karten, auf deren Qualität man keinen Einfluss hat. Schicksal eben. Ganz ähnlich verhält es sich auch im Leben. Wir wurden geboren, mit einem Umfeld und Umständen, die wir uns weder aussuchen, noch komplett kontrollieren konnten.

Doch genauso wie im Kartenspiel, ist es auch im Leben so, dass es für Ihren Erfolg weniger entscheidend ist, was Sie in Ihr Leben mitbekommen haben, sondern vielmehr, was Sie daraus machen. Wer beim Spiel schlechte Karten hat, muss deswegen nicht verlieren! Fragen Sie mal gute Pokerspieler! Mit der richtigen Einstellung, gepaart mit Wissen und Fähigkeiten, kann man auch mit einer „schlechten Hand“ gegen scheinbar überlegene Gegner das Spiel gewinnen! Aus Schick-sal wird Mach-sal. Denn unseren Lebenserfolg bekommen wir nicht von einer Erfolgsverteilungsstelle im Himmel geschickt, sondern wir machen ihn!

The „Last Lecture“ – Kindheitsträume wirklich wahr werden lassen

Randy Pausch war ein beliebter amerikanischer Professor, den der Tod viel zu früh ereilte. Er litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Randy, der an der Universität regelmäßig Vorlesungen abhielt, sorgte nach der Diagnose seiner Krankheit mit seinem Vortrag „Last Lecture“ für Furore. Diese Vorlesung wurde zum Symbol für einen beispiellosen Lebenswillen.
| Video „Last Lecture“ in voller Länge
| Video „Kurzfassung der Last Lecture“ mit deutschen Untertiteln

Am 18. September 2007 hielt Pausch seine letzte Vorlesung im vollbesetzten Auditorium. Diese „Last Lecture“ ist an vielen Universitäten Tradition: Professoren halten eine Vorlesung, als würde es ihre letzte sein. Als die CMU Randy Pausch zu dieser Vorlesung einlud, war den mehr als 400 Gästen bereits klar, dass das Motto dieses Mal wörtlich zu nehmen war.
Der Titel der Vorlesung lautete: „Really Achieving Your Childhood Dreams“ (Deine Kindheitsträume wirklich wahr werden lassen). Zwar wurde zu Anfang eine Großaufnahme von Pauschs Tumoren auf die Leinwand projiziert, er sprach aber weder über Krebs noch über seinen Umgang mit dem Tod. Vielmehr nutzte er die Gelegenheit für eine humorvolle, lebensbejahende Rede über seine persönlichen Lebensweisheiten.

Seine Vorlesung wurde innerhalb weniger Tage von mehr als einer Million Menschen aus dem Internet heruntergeladen. Pausch wurde in Fernsehsendungen eingeladen; zahlreiche Artikel widmeten sich seinem Schicksal. Pausch war von der Resonanz selbst überrascht – diente die aufgezeichnete Vorlesung doch hauptsächlich dazu, sie irgendwann seinen Kindern zeigen zu können.
Zusammen mit dem Wall-Street-Journal-Kolumnisten Jeffrey Zaslow schrieb Pausch 2007 und 2008 an dem Buch „The Last Lecture“, in dem er die Inhalte seiner Vorlesung weiter vertiefte. Wie auch der Vortrag dient dieses Buch vor allem dazu, seinen Kindern etwas von seiner Lebenserfahrung mitzugeben. The Last Lecture erschien im April 2008 (auch in deutscher Übersetzung) und landete in den USA wie auch in Deutschland sofort auf den Bestsellerlisten.

„Ich lebe von geliehener Zeit“

Was lernen wir aus seiner Lebensgeschichte. Ganz einfach: Egal in welcher Lage oder Situation Sie sich gerade befinden – leben Sie! Einer von Randy Pausch´s häufigsten Sätzen war: „Dieser Vortrag handelt nicht vom Sterben, sondern davon, richtig zu leben.“ Genau diese Haltung führt zu einem erfüllten Leben! Womit beschäftigen Sie sich? Randy nutzte seine letzten Monate, um wirklich zu leben! Er lebte vielleicht intensiver, als die vielen gesunden Jahre zuvor. Warum? Weil er eine Entscheidung traf! Er entschied sich dafür, sich nun mit dem Wichtigsten zu beschäftigen, was er im Leben hat – mit seinen Träumen, Wünschen, seinen Kindern und vor allem dem, was er anderen Menschen (mit) zu geben hat.

Die Lebenserwartung nach der ersten Diagnose von Randy Pausch lag bei 3 Monaten. Die Ärzte sagten, dass er mit sehr viel Glück seine verbleibende Lebensdauer auf maximal 6 Monate ausdehnen könnte. Es wurden rund 24 Monate. Zitat: „Ich weiß, dass ich von geliehener Zeit lebe.“ Sein unbändiger Wille, die Liebe zu seiner Familie und vor allem die enorme Motivation, für andere Menschen einen Beitrag zu leisten und ihnen wichtige Lebenslektionen mitzugeben, schenkten ihm wertvolle Lebenszeit. Er genoss sie und nutzte jeden Tag – für sich und zahllose andere. Kein Jammern, keine Ausreden, kein Beschweren. Er machte jeden Tag zum besten seines Lebens. Darüber sollten wir nachdenken….

4 Gedanken zu „Wie Schicksalsschläge das Leben verändern

  1. Lieber Steffen Kirchner,
    seit geraumer Zeit verfolge ich Ihre Beiträge.

    Gerade der Bericht vom amerikanischen Professor Randy Pausch “Last Lecture” – Kindheitsträume wirklich wahr werden lassen, hat mich sehr beeindruckt und zugleich persönlich bewegt.

    Danke für Ihren Beitrag.

    Liebe Grüße
    Wilfried Steiner

  2. Hallo Herr Kirchner,
    ich bin sehr froh, dass ich Sie schon persönlich erleben konnte. Seitdem verfolge ich Ihre Beiträge. Einfach nur bereichernd in jeder Hinsicht. Auch Randy Pausch war so eine bereichende Persönlichkeit – Sein Buch „Last Lecture“ habe ich mir bereits gekauft und begonnen zu lesen.
    Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Arbeit und Ihrem Engagement.
    Lieben Gruß Kerstin Binnwerk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.