Drei Schritte, wie Du schwere Zeiten überstehst, ohne zu leiden

Krisen, Misserfolge, Rückschläge, Niederlagen: Schwere Zeiten im Leben sind keine Option. Natürlich hat jeder Mensch solche Phasen, aber ob du im Leben leidest, das ist eine Entscheidung. Ich werde Dir heute drei ganz konkrete Tipps mitgeben, wie Du durch schwere Phasen im Leben kommen kannst, ohne dabei zu leiden. Diese Tipps werden Dir dabei helfen, dass du dich nicht emotional schlecht fühlst und nicht emotional leidest, obwohl Du gerade vielleicht wirklich eine schwere Phase durchmachst. Also los geht´s!

Du kannst lernen, weniger zu leiden

Vielleicht kannst Du Dich noch an die ehemalige Tennis-Queen Martina Navratilova erinnern, die alles gewonnen hat, was man so gewinnen kann im Tennisbereich. Und die hat hat mal diesen schönen Satz gesagt:

„Entscheidend ist nicht, wie gut Du bist, wenn die Umstände gut sind. Entscheidend ist, wie gut Du bist, wenn die Umstände schlecht sind.“


Martina Navratilova

Und so ist es im Leben eigentlich auch. Entscheidend ist nicht, wie gut Du dich fühlst, wenn die Umstände gut sind. Entscheidend ist, wie gut Du dich fühlst, wenn die Umstände schlecht sind, es also schwierig und anstrengend wird. Und darum geht es heute in diesem Text. Es gibt tatsächlich die Möglichkeit zu lernen, sich in schwierigen Phasen und unter schwierigen Umständen trotzdem relativ stabil und gut zu fühlen und nicht mehr zu leiden oder zumindest deutlich weniger zu leiden, als Du das vielleicht bisher tust. Und dafür sind drei entscheidende Schritte aus meiner Erfahrung notwendig.

Es liegt in Deiner Macht

Der erste und der absolut entscheidende Schritt: Es gibt kein „Davor“. Das ist der erste entscheidende Schritt, den Du beachten musst, wenn etwas passiert. Nehmen wir Zum Beispiel aktuell die Corona-Krise, oder einen Schicksalsschlag, jemand stirbt, jemand wird krank oder Du bist krank oder Du verlierst Deinen Job. Wenn also etwas passiert, was Dir Schmerz zufügt – denn auch Schmerz ist keine Option im Leben! Wir werden Schmerzen haben, körperliche und seelische Schmerzen. Das ist so. Aber ob Du durch diesen Schmerz leidest, wenn Du ihn erträgst oder ob Du ihn positiv erträgst, ob er Dir zum Wachstum dient oder ob er Dich kaputt macht, das liegt allein in Deiner Macht. Und dieser erste Schritt dafür hat mit dem Wort „Akzeptanz“ zu tun.

Im Englischen sagt man so schön „Happiness is a function of accepting that is“, also frei übersetzt: „Glück ist zu akzeptieren und das anzunehmen, was ist.“ Das heißt, bedingungslos im Leben „Ja“ zu sagen zu dem, was Du willst und auch zu dem, was Du nicht willst. Zu dem, was passiert und auch zu dem, was aber nicht passieren sollte, also wo man sagt: „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Das sollte doch so nicht sein.“ Also ein bedingungsloses „Ja“ zum Leben und zu den Guten, aber auch zu den schlechten Dingen.

Ein kleines Beispiel

Warum ist das so notwendig? Schau, alles, was wir im Leben ablehnen, alles was wir vermeiden wollen ist etwas, was wir behalten. Also etwas wogegen Du Dich wehrst, ist das, was Du behältst. Du bindest dich selbst an das, was Du nicht willst. Schau, wenn Du nur einen einzigen negativen Gedanken hast in Deinem Kopf und Du willst diesen Gedanken loswerden, dann hast Du einen echten Fulltimejob damit. Du musst die ganze Zeit an das denken, was Du loswerden willst. Das ist so ein bisschen, wie mein Kollege mal gesagt hat: „Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten.“ Was machst Du dann? Du denkst natürlich dran! Das ist genau der Punkt. Das heißt, wenn Du etwas loswerden möchtest, und zwar das Leid, das Du durch den Schmerz erfährst, dann musst Du es zuerst annehmen.

Stell dir vor, wir haben rechts Person A, die hat einen Stift und Person B ist links und hat keinen. Der Stift symbolisiert jetzt ein negatives Erlebnis. Etwas ganz, ganz schreckliches, was Person B auf gar keinen Fall will. Person A versucht jetzt, Person B dieses Ding zu geben und Person B läuft die ganze Zeit weg, denn die Person möchte es nicht haben usw. Person B will es sozusagen loslassen. Doch solange die Person es nicht hat, kann sie es nicht loslassen. Das einzige, was Person B hier machen kann, um dieses schreckliche Ding loszuwerden und nicht die ganze Zeit davonlaufen zu müssen und nicht die ganze Zeit bedrängt sowie belästigt zu werden davon ist, dass Person B es annimmt. Um es dann loszulassen (den Stift fallen zu lassen).

Erster Schritt: Nimm das Leid an

Was Du nicht annimmst, kannst Du nicht loslassen. Und das Annehmen ist ein bedingungsloses „Ja“ zu dem, was ist. Auch zu dem, was Du innerlich eigentlich ablehnst, was Du nicht schön findest, was Dir eben Schmerz bringt. Und das ist die große Kunst des Lebens: Zu verstehen, wozu Du eigentlich „Ja“ sagst. Wozu sag ich eigentlich ja? Ich sage nicht „Ja“ dazu, dass das jetzt immer Teil meines Lebens ist. Ich sage auch nicht, dass das Ganze gut ist, wie zum Beispiel einem Menschen zu verzeihen, der Dir Leid angetan hat. Einem Menschen zu verzeihen heißt nicht unbedingt gut zu heißen, was er gemacht hat. Nichts zu sagen, dass es egal ist oder es vergessen. Nein! Es heißt, es anzunehmen und zu sagen: „Es ist passiert. Das ist die Realität und es ist auch Teil meines Lebens.“ Und erst wenn ich es annehme als Teil meines Lebens, bin ich in der Lage, eine Entscheidung zu treffen, um zu sagen Okay, bis hierhin akzeptiere ich, dass das jetzt da ist und jetzt mache ich einen Cut und lass es los. Ich akzeptiere, dass es das gibt und dass das passiert ist, wie zum Beispiel eine Krankheit, Jobverlust, dass irgendjemand nicht korrekt zu mir war, oder mich jemand belogen und betrogen oder verlassen hat. Ich nehme das an, weil es so ist. Es gehört zu mir. Ich integriere es. Ohne diesen Schritt kannst Du nie loslassen!

Zweiter Schritt: Vergleiche Dich nicht

Also erster Schritt, Akzeptanz, zweiter Schritt: Du musst lernen aufzuhören, Dich zu vergleichen!

Denn wenn Du jetzt eine bestimmte Situation hast, in der Du Schmerz erlebst, in der was Negatives passiert, wo es Zum Beispiel im Job nicht so gut läuft, in der Partnerschaft, … dann vergleichen wir. Und zwar vergleichen Menschen entweder ihren momentan Status quo mit etwas, was früher einmal war, wo es also besser lief. So nach dem Motto: „Warum kann es nicht wieder so sein wie früher?“ Wieder ein aktuelles Beispiel: Die Corona-Krise. Wie viele Menschen sind momentan in dieser Phase, wo sie sagen: „Warum kann es nicht wieder so sein wie vor Corona, wo alles noch mehr oder weniger gut war?“ Bloß vor Corona waren sie nicht glücklich. In der Corona Zeit, in Zeiten des Lock Downs, haben die Menschen plötzlich gejammert, dass sie nicht arbeiten können oder sie nicht mehr arbeiten dürfen. Vor Corona haben sie darüber gejammert, dass sie arbeiten mussten. Das heißt, in dem Moment, wo wir dieses Mindset haben, dass wir uns immer vergleichen mit einer Phase, die irgendwann mal besser war, wo man sich die guten alten Zeiten zurückwünscht, in dieser Phase produzieren wir Leid. Wir tun das, weil wir unsere eigene Situation herabsetzen.

„Der Vergleich ist des Glückes ist tot.“

Und wenn Du keine Phase in deinem Leben hattest, wo Du sagst, dass es da besser, war dann sind Menschen sehr kreativ, jemand anderen im Umfeld zu finden, wo sie sagen, aber hier ist es doch besser und da ist es doch besser und dort ist es doch besser. Also das ist die entscheidende Aufgabe.

Hör auf zu vergleichen! Vergleich dich nicht mit anderen, vergleicht dich nicht mit früher. Zu akzeptieren, was ist, heißt: Ich bin hier, ich bin präsent. Ich nehme das an, was ist und gehe mit dem, was ist.

Dritter Schritt: Sei der Helfende

Also der erste Schritt ist die Akzeptanz und der zweite Schritt, aufzuhören sich zu vergleichen. Der dritte Schritt ist jetzt der entscheidende Schritt, der das Leid transformiert.

„Bringe das in die Welt, was Du Dir am meisten wünschst.“

In einer Phase wo Du Dir am meisten Hilfe wünscht, wo Du Dich schwach fühlst oder das Gefühl hast, dass Dich irgendjemand retten muss – bringe genau das, was Du Dir wünscht, selbst in die Welt. Das heißt, sei selbst die Lösung! Hoffe und warte nicht auf die Lösung oder Hilfe. Erwarte auch keine Hilfe, sondern sei selbst die Hilfe, sei dieser Engel, den Du Dir selber wünschst, der Dich gerade rettet und gehe in die Welt hinaus und helfe. Sei ein Segen, ein Helfer, ein Retter, eine Ermutigung für andere Menschen. Werde zu jemand, der anderen Menschen gute Energie gibt, der Menschen stützt und unterstützt. Denn das, was Du anderen gibst, ist das, was Du in Dir erzeugst.

Beherzige die drei Schritte

Das, was Du in Dir erzeugst, ist nach dem geistigen Gesetz von Ursache und Wirkung eine Ursache. Diese Ursache – also die Emotionen, die Gefühle und somit was für eine Frequenz, was für eine Schwingung zu erzeugst – muss eine Wirkung erzeugen. Das heißt, du bekommst nicht das Leben, was Du gerne hättest oder Du Dir wünschst. Du bekommst das, was Du bist. Das, was Du in Dir erzeugst und auch das, was Du tust. Wenn Du also gerade in einer schweren Phase steckst oder Dir wünscht, dass es irgendwie wieder besser wird, Dir Leute helfen sollen, dann gehe in die Welt hinaus und helfe denen, denen es schlechter geht. An dieser Stelle darfst Du tatsächlich mal vergleichen. Du musst gar nicht vergleichen im Vergleich zu Dir, sondern Du kannst einfach nur wahrnehmen. Da gibt’s Menschen, die brauchen echt Hilfe. Sei selbst dieser Helfende! Nicht, um Dich selbst zu vergessen, oder als Ablenkung von Deinem eigenen Leid oder von Deinem eigenen Schmerz, sondern als bedingungslose Hilfe. Denn wie gesagt, Du bekommst das im Leben, was Du bist und durch die drei Schritte.

Die drei Schritte, mit denen Du Leid überstehst, ohne selbst zu leiden:

  1. Akzeptanz nimm an, Du sagst bedingungslos „Ja“ zu dem, was ist. Gehe mit dem, was ist.
  2. Höre auf, Dich mit Leuten oder Vergangenheiten zu vergleichen, denn das zieht Dich nur runter.
  3. Gehe in die Welt und sei das, was Du Dir wünschst. Bringe das in die Welt, was Du selbst erfahren möchtest. Wenn Du ein Wunder erwartest, dann sei selbst dieses Wunder.

Befolgst Du diese drei Schritte wirklich, wirst Du sehen, dass Du auch durch schwere Phasen kommst, ohne zu leiden.

Wenn Du Menschen kennst, die gerade durch schwierige Zeiten gehen, die gerade in einer schwierigen Lage stecken, sei es beruflich, partnerschaftlich, finanziell oder was auch immer, dann leite Ihnen bitte diesen Text weiter. Der Text liegt mir wirklich am Herzen! Denn ich glaube, nein, ich weiß aus meiner Erfahrung heraus (denn ich bin durch viele schwere Zeiten gegangen in meinem Leben), dass diese drei Schritte elementar sind für jeden Menschen, um Leid sehr schnell zu beenden. Und darum geht’s in unserer Welt. Wir dürfen das Leid beenden. Alles Gute!

Dein Steffen Kirchner

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