Bist Du ein Ja-, Nein- oder Vielleicht-Mensch?

Es gibt drei verschiedene Menschen-Typen. Du hast in Deinem Freundeskreis und im Berufsumfeld bestimmt einige, die Dir zu jedem einzelnen Typus einfallen: Es gibt Ja-, Nein- und Vielleicht-Menschen. Welcher Typ bist Du und wer willst Du sein?

Der Nein-Mensch

Die unterste Stufe bilden die sogenannten Nein-Menschen. Sie sagen oft Nein zu:

  • Veränderungen
  • Menschen
  • Weiterentwicklungen
  • Herausforderungen und Problemen

Diese Menschen suchen die Distanz und haben den Vorteil, dass sie sehr klar in ihren Aussagen sind. Sie schwanken nicht und setzen klare Grenzen. Ihr Vorteil ist, dass sie auch zu anderen Menschen mal Nein sagen und sich nicht so leicht verzetteln. Das Problem ist, dass wenn Du eher ein Nein-Typus bist, dann bist Du von Angst getrieben. Angst ist hier die Kern-Emotion und deshalb haben Nein-Menschen wenig Bindung zu anderen. Sie schließen zwar viele negative Dinge aus ihrem Leben aus, haben damit einige Probleme weniger, weil sie gleichzeitig auch weniger wagen.

Auf der anderen Seite nehmen Nein-Menschen aber viele Chancen im Leben nicht wahr, persönliches Wachstum bleibt auf der Strecke. Somit wird das Leben eintönig, monoton, erfährt kaum Entwicklung und diese Leute lernen aufgrund fehlender Herausforderungen nichts Neues. Die Gefahr liegt in einem isolierten, verbitterten und frustrierten Leben.

Der Vielleicht-Mensch

Die Vielleicht-Menschen können sich nicht wirklich für etwas entscheiden und halten sich gerne alle Türen offen. Sie tun sich schwer, einen Weg zu gehen und diesen durchzuhalten. Auch hier ist die Grundemotion Angst. Nicht vor Veränderung, vor Neuem oder vor Belastung. Sondern vor Ablehnung und davor, Dinge falsch zu machen. Verlustängste spielen dabei eine große Rolle. „Alles hat seine Vor- und Nachteile“, sie sehen immer beide Seiten und wollen von allem das Beste mitnehmen. Sie sind nicht bereit, einen bestimmten Schmerz oder Preis zu bezahlen. Zum Schluss entscheiden sie sich dann manchmal auch für gar nichts. Deshalb sind sie innerlich auch sehr stark zerrissen.

Oftmals bleiben sie in ihrem sicheren 40/45-Wochenstunden-Job und nehmen zusätzlich noch Nebentätigkeiten an, weil sie sich nicht komplett in die Selbstständigkeit trauen. Es entsteht Stress. Und Du wirst nie im Leben richtig gut, weil zu vieles parallel läuft. Mein Tipp an Dich als Vielleicht-Mensch: Lerne Nein zu sagen und Dich gezielt für etwas zu entscheiden.

Das gilt natürlich auch in der Partnerschaft. Vielleicht-Menschen können sich oft nicht zwischen mehreren Menschen entscheiden und haben zu viele Ziele. Also setze Dir eher weniger Ziele oder nur ein Ziel, versuche es nicht so vielen Leuten recht zu machen und triff klare Entscheidungen!

Der Vorteil ist, dass Vielleicht-Menschen sehr gute Beziehungsmanager sind. Sie sind

  • sehr diplomatisch
  • kooperativ
  • überzeugungs- und verhandlungsstark
  • emphatisch

Allerdings verzetteln sie sich sehr stark in den Dingen, weil ihnen der Fokus fehlt.

Der Ja-Mensch

Ja-Menschen gehen grundsätzlich mit einem Ja durchs Leben. Sie nehmen die Dinge, die Chancen und Probleme alle an. „Alles kommt zur rechten Zeit“ ist so ein Glaubenssatz. Für sie gibt es immer etwas Gutes daran. Sie suchen Chancen und nutzen ihre Chancen im Leben. Sie lernen viele Menschen kennen und bewegen viel. ABER sie sagen oftmals zu zu vielen Dingen ja, jonglieren zu viele Dinge in der Luft. Sie machen große Versprechungen: „Ja, das schaffe ich“, „Ja, das erledige ich für Dich.“ Das Grundmotiv ist Anerkennung. Ja-Menschen funktionieren über Leidenschaft und sind dann aber auch schnell überfordert. Deshalb sind Ja-Menschen oft Burn-out-gefährdet.

Der Ja-Mensch glaubt diesen Verpflichtungen nachkommen zu können. Jedoch kann er nicht alles einhalten und gerät schnell in den Under-Delivery-Modus. Er liefert weniger als erwartet – auch für sich selbst. Ja-Menschen müssen auch das Nein-Sagen oder das Abwägen lernen und sich Bedenkzeit nehmen, um die Dinge wirklich zu prüfen. Wenn ich zu einer Sache Nein sage, sage ich zu anderen wieder Ja. Ein Nein zu anderen ist oft ein Ja für Dich selbst.

Welcher Typ bist Du?

Grundsätzlich vereinst Du alle drei Typen in Dir. Der Nein-Mensch als innerer Kritiker, der Grenzen setzt. Der Vielleicht-Anteil in einem Menschen ist derjenige, der Dinge abwägt und der Ja-Mensch ist der Visionär in Dir. Wir brauchen alle drei Anteile. Aber einer dominiert bei jedem Menschen – und das kannst Du ändern!

Meine Empfehlung ist: Sei zu 60 Prozent Ja-, zu 20 Prozent Vielleicht- und zu 20 Prozent Nein-Mensch. Entwickle Dich dahin, dass Du kein unreflektierter Ja-Typ bist. Zu wieviel Prozent bist Du welcher Typ? Was für ein Leben möchtest Du haben und was müsstest Du dafür tun? Setz Dich kritisch mit Dir und Deinen Entscheidungen auseinander.

Dein Steffen Kirchner

PS: Wenn Dich das Thema interessiert und Du weitere wertvolle Tools kennenlernen willst, dann habe ich genau das Richtige für Dich: In der Life-Masterclass werden wir vom 8. bis 11. Juni in Eisenach in einer kleineren Gruppe von 30 bis 50 Personen auf die Persönlichkeitsanteile tiefer eingehen. Ich verspreche Dir ein außergewöhnliches lebensveränderndes Event.

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