Unsere beliebtesten Ausreden – Teil 2: Geldmangel

Viele Menschen empfinden chronischen Geldmangel. Sicherlich ist dieser Umstand oft auch objektiv korrekt, denn unser Kontoauszug gibt schonungslos Auskunft darüber, was finanziell Sache ist. Dennoch ist Geldmangel eine IST-Situation und kein Grund um einen Traum, ein Ziel oder eine Vision nicht anzugehen. Viele Leute benutzen ihr Problem des momentanen Geldmangels teils bewusst, teils unbewusst als Ausrede dafür, um für eine Veränderung im Leben nicht aktiv werden zu können. Wenn man genauer hinschaut, stellt man fest, dass es den betreffenden Personen allerdings gar nicht an Geld mangelt, sondern an ganz anderen Faktoren.

Wer kein Geld hat, leidet unter Armut, richtig? Oder ist es etwa umgekehrt: Wer unter Armut leidet, hat kein Geld. Wenn wir heute über das Thema Geldmangel nachdenken wollen, müssen wir zuerst auf den Begriff der Armut eingehen um die wahren Hintergründe zu verstehen. Armut sind nicht nur der finanzielle Mangel, seine Grundbedürfnisse nicht richtig befriedigen zu können. Im weiteren und übertragenen Sinn bezeichnet Armut einen allgemeinen Mangel. Die Herkunft des zugrundeliegenden Adjektivs „arm“ liegt in der germanischen Sprache und bedeutet soviel wie „vereinsamt, verwaist, verlassen“.
Armut hat also etwas mit Einsamkeit zu tun. Es ist bekannt, dass ein Mensch der sich einsam fühlt, häufig in eine Depression verfällt. Die Depression ist ein Zustand in der man sich isoliert, zurückzieht und seine Aktivitäten auf ein Minimum beschränkt. Man fühlt sich unsicher, verängstigt und mutlos. Wenn man sich das Wort also genauer ansieht, kann man erkennen, dass „Armut“ bedeutet „Arm an Mut“ zu sein. Es geht also gar nicht um Geldmangel, sondern um einen emotionalen Mangel, denn Geld hat mit Mut zunächst einmal nicht direkt etwas zu tun. Mut ist eine innere Haltung und unabhängig von der Zahl auf dem Bankkonto.

Von der Armut zum Reichmut

Es gibt sie tausendfach, die Geschichten vom Aufstieg des Tellerwäschers zum Millionär. Allerdings gibt diese Storys auch tausendfach anders herum – nämlich der Absturz des Millionärs zum Tellerwäscher. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass der Faktor „Mut“ dabei stets seine Finger im Spiel hat. Wer vom Millionär zum Tellerwäscher abstürzt, leidet meist an zuviel Mut, also an Übermut. Übermut führt genauso wie Armut stets ins Unglück.
Bei Personen hingegen, die sich aus dem Nichts etwas Großartiges aufgebaut haben, war die Geisteshaltung bereits zu Beginn definitiv auf Wohlstand ausgerichtet. Wohlstand bedeutet nicht reich zu sein, sondern (wie es das Wort schon sagt), dass alles wohl steht. Diese Menschen hatten also den Reichtum vor ihrem geistigen Auge und gestalteten eine klare Vision davon, wie es um ihr Wohl in Zukunft stehen soll. Um diesen Weg aus dem Tal hinauf zum angepeilten Gipfel zu schaffen, brauchten sie neben der Vision natürlich auch Mut. Ihre Geisteshaltung war also trotz ihrer anfangs finanziell ungünstigen Lage dennoch auf einen großen Traum ausgerichtet, für den sie sich entschieden, auch Risiken und Problem auf sich zu nehmen. Ihr Zustand veränderte sich somit während des Tuns von der Armut zum Reichmut. Denn durch die Vision in ihrem Leben und das tägliche aktive daraufhin arbeiten, entwickelten sie neue Erfahrungen und in der Folge immer mehr Mut und Energie.

Was bedeutet das nun für Sie? Ganz einfach: Wenn Sie das nächste Mal über etwas reden und sich dabei ertappen sagen zu wollen: „Aber das kann ich mir nicht leisten“, dann überlegen Sie nochmal kurz, ob das Ganze wirklich ein Geldproblem oder ein Armutsproblem ist. Oder um es provokanter zu formulieren: Können Sie es sich nicht leisten, oder wollen Sie es nicht leisten können? Fehlt Ihnen der Mut, etwas dafür zu tun, um es sich doch in Zukunft einmal leisten zu können, oder ist es tatsächlich unmöglich? Bei der Frage „Kann ich es mir leisten?“ geht es nicht um das heute! Es geht darum, ob Sie sich auf einen Weg machen könnten, der Ihre Situation dahingehend verändert, dass Sie es sich eines Tages doch leisten können. Es geht also um eine Vision, in die Sie sich hineinentwickeln wollen! Was sind Ihre Träume? Was sind Ziele die Sie begeistern und innerlich antreiben, um dafür aktiv zu werden? Wer unter Geldmangel leidet, dessen Problem ist nicht der Mangel an Geld, sondern der Mangel an Visionen und Mut, sich dafür auf die Reise zu machen um diesen Träumen näher zu kommen.

Geldmangel als Argument schaltet Ihr Gehirn ab

Das Problem an Ihrem Geldmangel-Argument alá „Das kann ich mir nicht leisten“ ist, dass es Sie dieser Satz dazu verleitet, in einen mutlosen, passiven Zustand zu verfallen, der eine Lösung unmöglich macht. Denn Aussagen wie „Wäre schön, aber dafür habe ich nicht das Geld“ schalten Ihr Gehirn ab! Es spielt keine Rolle, ob Sie es sich heute (!) schon leisten können, sondern ob Sie es sich in Zukunft (!) leisten können wollen! Doch bei den meisten Leuten ist Geldmangel das Totschlagargument schlecht hin, um nicht länger darüber nachdenken zu müssen, ob es nicht doch Wege gäbe, es sich in Zukunft doch leisten zu können. Dafür müsste man sich aber verändern und mehr anstrengen als bisher – und dafür sind die Meisten zu bequem. Wenn Sie also sagen „Das kann ich mir nicht leisten“, sagen Sie eigentlich „Ich bin zu faul um es mir mal leisten zu können“. Klingt hart, ist aber die Wahrheit.

Die Frage also ist: Wollen Sie sich verändern oder nicht? Wenn Sie Geldmangel weiterhin als Ausrede benutzen, warum etwas nicht geht, ist das lediglich ein Akzeptieren der bisherigen Denk- und Lebensweise, gepaart mit einem Boykott für persönliche Weiterentwicklung. Bedenken Sie dabei immer: Sich heute etwas nicht leisten zu können ist nicht schlimm. Mutlos in alten Mustern und Gewohnheiten zu verharren aber umso mehr. Denn wer nicht wächst, der stirbt. Das ist ein Naturgesetz, das auch für jede Pflanze gilt. Dieses Sterben bezieht sich allerdings nicht auf den Körper, sondern auf die Seele. Man ist körperlich existent, aber im Herzen emotional schon längst halbtot. Leben bedeutet nicht, statisch zu existieren, sondern in Bewegung zu sein!

Wenn Sie also wieder mal aufgrund von Geldmangel zu sich selbst sagen „Das kann ich mir nicht leisten“, dann drehen Sie diese Aussage, die Ihr Gehirn abschaltet, in eine Frage um, die Ihr Gehirn einschaltet: „Was kann ich tun, um es mir eines Tages leisten zu können?“

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