Drei Tipps gegen Streit in der Familie

Zu viel Zeit unter einem Dach, Familienfeste oder Feiertage: Wie kannst Du in dieser Zeit Streit in der Familie verhindern oder es zumindest nicht eskalieren zu lassen? Wie kannst Du generell Streit, zum Beispiel am Arbeitsplatz oder mit Freunden und Bekannten, vermeiden? Damit beschäftigen wir uns heute. Ich habe Dir drei entscheidende Tipps mitgebracht für mehr Harmonie in Deinem Leben. Los geht´s!

Wie kommt es zu Streit?

Wer kennt es nicht: Die Familie kommt zusammen, es gibt mehr Zeit sich miteinander zu beschäftigen (vielleicht auch gezwungenermaßen) und Emotionen kochen hoch. Insbesondere in der Familie sind Streitigkeiten etwas, das nicht immer verhindert werden kann. Aber wenn der Streit schon da ist, kannst Du einiges dafür tun, das der Streit nicht eskaliert und nicht zu einer Vollkatastrophe wird, die sich auch danach noch weiter fortsetzt.

Doch beachte: Diskussionen sind richtig und wichtig. Dafür bedarf es allerdings einer positiven Streitkultur und die gibt es leider nicht in jeder Familie, gerade wenn es sehr persönlich wird.

Zu Streitigkeiten in der Familie kommt es oft an Feiertagen

In Beziehungen, egal ob es innerhalb der Familie, unter Freunden oder in der Partnerschaft ist, sollte ein Streit nie zu persönlich werden. Dadurch verletzten sich die Menschen nur tiefgehend und das solltet ihr natürlich vermeiden.

Der erste Tipp fĂĽr weniger Streit

Und jetzt kommen meine drei Tipps fĂĽr Dich ins Spiel. Mein erster Tipp fĂĽr Dich:

1.Hör auf von „den anderen“ zu sprechen und bleib bei Dir!

Sag anderen Menschen nicht was sie zu tun und zu lassen haben sollen und auch nicht was sie zu sagen oder zu machen haben oder eben auch nicht. Durch Deine Worte über „die anderen“ erzeugst Du Druck und mit diesem Druck erzeugst Du wiederrum Gegendruck. Das heißt, Du erzeugst immer mehr davon, was Du eigentlich gar nicht willst.

Wenn zum Beispiel jemand etwas gesagt hat, das Dich verletzt hat oder wobei Du Dich persönlich angegriffen gefühlt hast, dann sag dem anderen nicht: „Hey, so darfst Du das aber nicht sagen und damals hast Du das auch schon genauso gesagt, …. .“ An dieser Stelle nochmal: Atme dreimal ruhig durch, gib Deinem Kopf Zeit kurz etwas runterzukommen (30-60 Sekunden) und rede von Dir! Gehe zu der Person und sag ihr: „Hey, für mich hat sich das so und so angehört, als ob Du meinst … oder für mich fühlt sich das … an.“ Erzähle Deinem Gegenüber wie Du Dich fühlst und was seine Worte in Dir bewirkt haben! Spreche aus der Ich-Perspektive zu ihnen.

Eigentlich möchte Dich niemand verletzen

Gerade Familienmitglieder möchten natürlich (in der Regel) nicht, dass Du dich wegen ihnen schlecht fühlst. Wenn Dein Gegenüber Dich allerdings bewusst verletzten wollte, ist das eine ganz andere Sache. Dann musst Du klare Grenzen und Verhältnisse schaffen und Dich auch durchaus verteidigen. Generell möchten Menschen aber andere nicht verletzen.

Sie wissen häufig einfach nicht, was ihr Verhalten oder ihre Worte bei anderen auslösen. Deswegen ist es so wichtig von Dir du Deinen Gefühlen zu sprechen und dem anderen das zu spiegeln. Und ja, du darfst auch sagen, dass Dich das verletzt hat und ein schlechtes Gefühl gegeben hat. Dadurch staut sich in Dir nicht so eine Aggressivität gegenüber dem Anderen auf und es entsteht kein Schlagabtausch (Angriff/Gegenangriff) zwischen euch, bei dem es sich hochschaukelt und eskaliert.

Streit vermeiden durch Tipp Nummer Zwei

Wir haben uns schon kurz damit beschäftigt, dass Du im Streit bei Dir bleiben sollst und Dich andere in der Regel nicht verletzen wollen. Nun geht es direkt zum zweiten Tipp, um Streit zu vermeiden:

2. Bewerte nicht das Verhalten des anderen!

Sei kein Richter! Leider machen wir das nur allzu häufig. Wir verurteilen andere für das, was sie getan oder gesagt haben oder eben auch nicht und meinen zu wissen was dabei richtig und falsch ist. Aber andere Menschen zu beurteilen ist einfach – das kann jeder Mensch.

Richte niemanden!

Setz lieber Dein Köpfchen ein und überlege Dir, warum Dein gegenüber das gesagt oder gemacht hat. Stell Dir vor, wie sich der andere Mensch gerade fühlt und wie es zu der Aussage oder Tat kam. Zeig Empathie! Vielleicht bringt Dich dieses Zitat der amerikanischen Ureinwohner bzw. Indios zum Nachdenken:

„Verurteile keinen Menschen, wenn Du nicht mindestens einen Tag in seinen Mokkasins gelaufen bist.“

Vielleicht kannst Du diesen Satz verinnerlichen: Stell Dich gedanklich „in die Schuhe des Anderen“ und versuche u verstehen, wie es zu dieser Situation kam. Verhalten zu beurteilen ist schlichtweg der „einfache Weg“ und es bringt Dich viel weiter, wenn Du das „Warum“ dahinter verstehst. Das ist wichtig um etwas Verständnis, Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu bekommen. Das heißt nicht, dass alles rechtfertigbar und okay ist, aber es nimmt das Aggressionspotential raus.

Der dritte Tipp gegen Streit

Mein letzter Tipp ist relativ simpel:

3. Nimm die Dinge nicht persönlich!

Tja, wenn das nur immer so einfach wäre. Ja, ja, das ist leicht gesagt, Steffen. Bleib cool, ich erkläre Dir was ich damit meine! Ich meine damit nur, dass der andere gar nicht Dich meint.

Wenn jemand etwas über Dich sagt, Dich beleidigt oder Dich herabsetzt, dann möchte er damit gar nicht Dir etwas antun. Der Mensch tut alles was er tut aus dem Wunsch heraus, sich selbst besser zu fühlen. Das heißt, es geht den Menschen immer nur ihr eigenes Gefühl. Sie möchten sich dadurch besser fühlen oder negative Emotionen ausmerzen.Das heißt, dein Gegenüber möchte Dir nichts antun, sondern nur sein eigenes schlechtes Gefühl in den Griff bekommen. Anstatt dann direkt auf Konfrontation und Angriff zu gehen, könntest Du ja auch einfach mal fragen: „Hey, ist bei Dir alles in Ordnung? Was ist los, dass Du so etwas sagst? Kann ich Dir helfen?“ Ich glaube, das ist eine viel bessere Möglichkeit mit Streit umzugehen.

So etwas kann sogar in Tränen ausbrechen, weil sich der Andere Dir öffnet und Dich natürlich nicht verletzten wollte, aber nicht wusste wohin mit seinen Emotionen. Das kennen wir doch alle, wenn man mal einen schlechten Tag hatte und es dann unbewusst an jemand anderen auslässt. Das ist nicht gut, aber es passiert.

Sei Du derjenige der hier einen Schritt weiter denkt und das Ganze mit Distanz betrachtet, empathisch reagiert und somit deeskaliert. Dieses Verhalten macht Dich nicht nur reifer, sondern verhindert auch viele, viele Streitigkeiten innerhalb der Familie, im Freundeskreis oder in der Partnerschaft.

Ich wĂĽnsche Dir dabei viel Erfolg! Und lass mir gern einen Kommentar da, ob  und wie Dir die drei Tipps geholfen haben.

Dein Steffen Kirchner

PS:

Wenn Du Dein Leben auf ein neues Level bringen möchtest, biete ich verschiedene Seminar-Events für Dich an. Inhalte, Termine und Teilnehmerstimmen findest Du hier.

Und Informationen zu meiner RELATIONSHIP-MASTERCLASS zum Thema â€žglĂĽcklicher Beziehungen fĂĽhren“ findest Du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.