Die 5 Hauptgründe, warum Liebesbeziehungen scheitern

Das Glücksgefühl eines jeden Menschen hängt an der Qualiät seiner Liebesbeziehungen. Zum einen an der Liebesbeziehung zu seinem Job, zum zweiten an der Liebesbeziehung zu sich selbst und drittens an der Liebesbeziehung zu seinen Mitmenschen. Speziell um diese dritte Kategorie soll es in diesem Artikel gehen und zwar in Bezug auf das Thema „Partnerschaft“. Ich zeige Dir die 5 Hauptgründe, warum Liebesbeziehungen hier so häufig scheitern und was zu beachten ist, dass die Liebe hier geschützt und gestärkt wird, anstatt sie womöglich sogar unabsichtlich zu zerstören.

Jeder Mensch auf der Welt vereint in sich die gleichen sechs emotionalen Grundbedürfnisse. Eines dieser Grundbedürfnisse ist das Streben danach, Liebe zu erfahren. Diese Erfahrung ist in zweierlei Hinsicht existenziell für unsere emotionale und seelische Gesundheit. Einerseits in Bezug auf den Wunsch nach der Erfahrung von Verbundenheit, d.h. dass man von einem oder mehreren Menschen geliebt wird und sich ihnen zugehörig und voll akzpetiert fühlt. Andererseits gibt es aber auch den Wunsch danach, selbst Liebe geben und verschenken zu können.
Menschen die nicht die Möglichkeit dazu bekommen, ihre Liebe geben zu können, fangen früher oder später an zu hassen.

Das Interessante am Thema „Liebe“ ist: Nach kaum einem Gefühl sehnen wir Menschen uns so sehr, und gleichzeitig gibt es kaum einen Lebensbereich, in dem wir oftmals so unfähig sind. Hier spreche ich nicht nur von der Selbstliebe, sondern auch ganz profan von der Liebe zum/zur Lebenspartner/in. Es gibt verschiedene Gründe, warum die meisten Ehen heutzutage in Deutschland wieder geschieden werden und es genauso aber auch um die Qualität der unehelichen Partnerschaften oft nicht gut aussieht. Der Grund dafür ist folgender:

Die 3 Levels Lebensspiels in Bezug auf die Liebe

Stelle Dir das Leben wie ein Computerspiel vor. Es gibt 3 Levels, also Schwierigkeitsstufen, auf denen wir auch in Bezug auf die Liebe im Leben antreten und das „Spiel des Lebens“ spielen.
Im 1. Level dreht sich das Spiel rein um Dich selbst, also in Bezug auf das Thema „Liebe“ um die Selbstliebe. Hier geht es ganz konkret gesagt darum, gut mit sich selbst und der eigenen Lebensführung auszukommen. Beispielsweise gut mit Deinem eigenen Körper, gut mit Deinem Aussehen, gut mit Deinen Fähigkeiten & Talenten, gut mit Deinem Lebenssinn und gut mit Deinen Zielen und Träumen. Es geht hier wirklich erstmal nur um Dich. Denn wenn Du selbst Deine Talente, Stärken und vor allem Leidenschaften nicht kennst, wie soll sie ein anderer für Dich herausfinden? Mit welcher Erwartungshaltung an einen anderen Menschen würdest Du an die Sache dann herangehen? Wenn Du selbst Deinem Leben keinen Sinn gibst, wer soll es dann tun? Nicht die Beziehung/Partnerschaft ist der Sinn des Lebens, sondern jeder lebt seinen persönlichen Lebenssinn im Rahmen seiner Partnerschaft (oder eben auch als Single).

Auch eigene Ziele zu entwickeln und zu verfolgen, für die Du brennst, ist hier ein ganz wesentlicher Glücksfaktor. Jeder Mensch braucht neben einem (oder mehreren) WIR-Zielen immer auch ICH-Ziele, für die er/sie persönlich völlige Leidenschaft empfindet und sich diesem Thema widmet. Fehlt dieser Aspekt, missbraucht man früher oder später den Parnter dazu, dass dieser einem die Würze in die Suppe des Lebens streut, die man selbst nicht im Haus hat.
Eine Partnerschaft kann Dir auf Dauer nichts geben, was Du Dir nicht selbst gibst. Daher ist alles was Dir in einer Partnerschaft fehlt oder was an Problemen auftritt, in letzter Instanz auch ein Hinweis darauf, was Du Dir selbst bislang verwehrst.

Kommen wir zum nächsten Level. Level Nr. 2 beschäftigt sich nun mit der Liebe zu einem zweiten Menschen. Hier geht es konkret um die Beziehung zum Lebenspartner. Wer Level 1 gemeistert hat, bekommt nun auf Level 2 die nächst höhere Herausforderung. Und dieser Herausforderungssprung ist für die meisten Menschen eine Lebensaufgabe. Weißt Du warum? Weil sie oftmals ihre Hausaufgaben in Level 1 noch nicht wirklich gemacht haben und schon viel zu früh und zu intensiv auf Level 2 herumspringen.

Die meisten Menschen sind nicht im Reinen mit sich selbst, haben große persönliche emotionale Defizite in Bezug auf ihren Körper, ihren Lebenssinn, ihren Job, ihre Zeit für sich selbst, ihre Gesundheit und ihre individuellen Lebensfreude. Sie laufen sozusagen mit einem leeren „Energiekonto“ (stell Dir das vor wie ein leeres Bankkonto ohne Kapital) herum und erwarten nun vom Parnter/in, dass diese/r ihr Konto auffüllt, indem er/sie aufmerksam, mitreißend, begeisternd, witzig, einfühlsam, ehrlich, treu, liebevoll, motivierend, dankbar und vieles mehr ist….. oder sein müsste….oder sein sollte… oder zu sein hat.
Doch kein Mensch kann auf Dauer ein Defizit auf Deinem persönlichen Energiekonto ausgleichen. Erwarte das niemals, sonst droht Dir über kurz oder lang eine emotionale Insolvenz.

Aus diesem Zusammenhang ergeben sich für mich die 5 Hauptgründe, warum Liebesbeziehungen so häufig scheitern:

Grund Nummer 1: KONTROLLE
Liebe kontrolliert nicht. Doch die meisten Beziehungen scheitern eben genau daran, weil mindestens einer kontrollieren will. Der Grund ist Angst (aus dem Lateinischen „Enge“) – das Gegenteil von Liebe. Wer andere kontrollieren will, liebt nicht. Denn zu lieben bedeutet, den anderen frei zu lassen und zu vertrauen. Kontrolle ist Misstrauen und hat daher mit Liebe nichts zu tun. Ich bin fest überzeugt davon, dass nicht Hass das Gegenteil von Liebe ist, sondern wirklich Angst.
Konkret gesagt geht es um 2 Ängste: Verlustängste und Ablehnungsängste. Denn die größte Angst des Menschen ist, entweder nicht gut genug zu sein (Versagen) oder nicht dazu zu gehören und ausgeschlossen bzw. gemieden zu werden (Ablehnung). Da wir aufgrund dieser beiden Ängste häufig schnell einen Kontrollverlust empfinden (denn die Reaktionen, Verhaltensweisen und Gedankengänge des Partners kann man ja nicht wirklich steuern), wird oftmals damit angefangen, Kontrolle dort auszuüben, wo man sie eben noch ausüben kann. Man weitet sein Territorium aus und versucht Kontrolle zu gewinnen, indem man den anderen an die Leine legt.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass Du bereits anhand der gesamten Menschheitsgeschichte den immer widerkehrenden Prozess erkennen kannst, wie sich Menschen unter solchen Umständen dann verhalten: Es ist der Prozess von der Versklavung zur Befreiung. Menschen haben sich schon immer vorübergehend kontrollieren und versklaven lassen. Sei es damals als Zwangsarbeiter im alten Rom, oder als Sklaven in Ägypten die für ihre Herrscher Pyramiden bauen mussten oder wo auch immer in der Weltgeschichte (bis zum heutigen Tag, wenn Du genau schaust). Doch der Punkt ist: Auf Dauer lässt sich KEIN Mensch verklaven und kontrollieren. Entweder er befreit sich (Trennung), oder er stirbt – zumindest mal emotional. Auch das kann man in Ehen oftmals sehen, dass einer der beiden Partner jeglichen Widerstand, aber somit auch jede Lebensfreude und Lebenslust aufgegeben hat und sich dem Schicksal fügt. Beide Varianten, die Trennung wie auch der emotionale Tod sind das Ende der Liebe und somit meist der Beziehung.

Grund Nummer 2: PRO-AKTIVITÄT
Mach Dir bitte bewusst: „lieben“ ist ein Verb! Oder wie man in der Grundschule sagt: Es ist ein Tun-Wort. Das bedeutet: Liebe zwischen zwei Menschen ist auf Dauer nicht einfach da, man muss selbst lieben um geliebt zu werden und Liebe zu erfahren. Liebe ist eine Bring-Schuld. Die Liebe wartet nicht auf einen, man muss sie entdecken, entwicklen und am Leben erhalten. Einerseits wie in Level 1 auch für sich selbst, andererseits natürlich auch zusammen. Manchmal habe ich schon gesehen, dass manche Menschen dies auf Level 2 ganz hervorragend machten und sich umeinander kümmerten, Briefchen schrieben, tausend kleine Aufmerksamkeiten dem anderen zuteil werden ließen und sich in gemeinsame Zielen, Familienplanungen und Projekten gestürzt haben, mit voller Begeisterung. Soweit so gut.

Doch diese Aufgabe des pro-aktiven Liebens findet nicht nur auf Level 2 statt, sondern eben auch nach wie vor auf Level 1. Wer vor lauter Partnerschaft und Hingabe vergisst, auch etwas nur für sich selbst zu tun, sich selbst zu lieben usw., der gibt sich selbst somit auf. Damit entsteht schnell das Gefühl des Klammerns, oder man verliert seine eigene Persönlichkeit, da man sich im Miteinander komplett verliert. Wo soll da noch Attraktivität, Reibung, Andersartigkeit und somit z.B. auch sexueller Reiz entstehen, wenn man sich nur noch so nahe und ähnlich ist?
Also Achtung: Liebe Deine/n Partner/in pro-aktiv und zeige es ihm/ihr regelmäßig auf verschiedenste Weisen, anstatt darauf zu warten, von ihm/ihr Liebesbeweise zu bekommen. Aber vergesse Dein eigenes Leben und Deine Abgrenzung dabei auch nicht.

Grund Nummer 3: BEDINGUNGEN
Liebe ist bedingungslos. Die meisten Eltern lieben ihre Kinder, egal was ist – das ist bedingungslos. Wenn Zuneigung an eine Bedingung geknüpft ist, ist es keine Liebe. Frage Dich mal selbst: Würdest du mit Deinem Partner zusammen bleiben, wenn er ab morgen im Rollstuhl säße? Wenn ja, dann bist du auf dem richtigen Weg. Wenn nein, solltes Du Dich hinterfragen, ob Du wirklich den Menschen in Deinem Partner liebst, oder eher nur eine Vorstellung von ihm und einem bestimmten gemeinsamen Leben. Ich weiß, dass ist hart, aber ich frage Dich: Liebst Du wirklich Deinen Partner, oder nur Aspekte von ihm, wie sein Aussehen, seinen Körper, seine Positon, seinen gesellschaftlichen Status, seine Position oder was auch immer. Bedingungslos zu lieben ist sicherlich eine sehr große Herausforderung, doch genau hier scheitern oftmals viel Beziehungen. Denn wie auch bereits oben beschrieben, verfallen viel hier schnell in eine passive Erwartungshaltung an den anderen, der mit einem ja erstmal liebevoll umzugehen hätte, bevorman selbst wieder Liebe zeigen könnte.

Die eigene Liebe bzw. liebevolle Verhaltensweisen sind oft gekoppelt an Erwartungen und somit Bedingungen. Tut der Partner dies oder das, zeige ich ihm/ihr meine Liebe zu 100%. Tut er/sie dies oder das aber nicht (so wie ich es mir vorstelle), dann ziehe ich mich eben zurück. Soll er doch mal sehen was er davon hat. Den erziehe ich mir schon so, wie ich es brauche. Wer nicht hören will, muss fühlen….usw.. Du kennst diese Sprüche sicher. Mein Rat an dieser Stelle daher: Werfe Deine Erwartungen und Bedingungen Deinem/r Partner/in gegenüber so weit wie möglich über Bord. Erwarte auch in Bezung auf eine gelungene Partnerschaft weniger vom anderen und dafür mehr von Dir selbst.

Grund Nummer 4: DIE SCHMETTERLING-IDIOTIE
Wie oft habe ich bei oder kurz vor Trennungen schon diesen Schwachsinns-Satz gehört: „Mir fehlen bei ihm/ihr einfach mittlerweile die Schmetterlinge im Bauch, die ich früher hatte. Es ist nicht mehr das Gefühl, das es mal war.“ Ja natürlich nicht, denn dieses Verliebtheitsgefühl hat mit Liebe überhaupt nichts zu tun! Verliebt sein und lieben sind zwei komplett unterschiedliche Paar Stiefel. Schmetterlinge im Bauch sind nichts anderes als ein Verliebtheits-Vorschuss der Natur, der einen am Anfang der Beziehung über die Fehler des anderen hinweg sehen lässt. Lieben heißt, die Fehler des anderen zu kennen und mit zu lieben.

Wer immer nur nach Schmetterlingen sucht hat verpasst, sich auf ein noch viel tieferes, ehrlicheres Gefühl einzulassen – die echte Liebe. Ich frage Dich also: Wonach suchst Du, wenn Du Deine/n Partner/in beobachtest? Worauf richtest Du Deine Aufmerksamkeit? Sammelst Du die Missgeschicke, Unzulänglichkeiten, Fehler und Schwächen des anderen und machst Dir mental eine Strichliste mit Dingen, die Du an ihm/ihr nicht ausstehen kannst und was sie/er sowieso nie lernen wird? Oder fokussierst Du Dich auf das, was Du am Gegenüber schätzt, was er/sie vielleicht besser kann als Du…..oder vielleicht auch täglich 2-3 Dinge, für die Du Deinem/r Partner/in dankbar bist?!
Schau mal, der übliche Verlauf scheiternder Liebesbeziehungen ist doch, dass sich die beiden Partner am Anfang der Beziehung ständig ihre Gemeinsamkeiten erzählt haben (was alle Verliebten machen, weil man in dem Zustand eben stets nur nach Gemeinsamkeiten sucht). Doch nach einigen Jahren erzählt man sich dann nur noch die Unterschiede.

Fakt ist: Die Unterschiede waren am Anfang der Beziehung auch schon da! Nur habt ihr diesem Aspekt keine große Aufmerksamkeit und Bedeutung gegeben. Nun nach ein paar Jahren schon. Da regt einen am Gegenüber schon die kleinste Kleinigkeit auf. Die Unterschiede treten nach längerer Zeit ganz automatisch mehr in den Vordergrund. Doch lass Dir auch eines gesagt sein: Die Gemeinsamkeiten, die Ihr Euch früher erzählt habt, gibt es auch jetzt immer noch. Ihr nehmt sie bloß nicht mehr so wahr und betont sie nicht mehr so, weil Euer Fokus jetzt woanders liegt.
Du siehst: Nicht der andere ist schuld, sondern die eigene Wahrnehmung und Fokussierung gehören verändert. Daher fokussiere Dich auch nicht auf irgendwelche blöden Schmetterlinge in Deinem Bauch, die wieder anfangen müssen zu zappeln. Fange lieber an, liebevoll auf Deinen Partner zu schauen und die positiven Aspekte von ihm/ihr in Deinem Kopf zu sammeln (oder ggf. aufzuschreiben).
Schlüsselsatz: Where attention goes, the energy of love flows :-)

Grund Nummer 5: DIE FALSCHE LIEBESSPRACHE
Erst vor kurzem las ich ein bemerkenswertes Buch des Autors Gary Chapman, mit dem Titel: „Die 5 Sprachen der Liebe“. Darin erklärt er ganz wunderbar, dass Liebe auf unterschiedlichen Ebenen empfunden und auch ausgesendet wird. Diese Ebenen sind die Sprachen der Liebe, wie z.B. Anerkennung, oder z.B. Zärtlichkeit etc.. Es ist sehr wichtig zu erkennen, was Deine persönliche „Muttersprache“ der Liebe ist, also auf welche Weise Du geliebt werden möchtest, was Dein Körper und auch Dein Herz als Liebe am stärksten empfindet und wie Du selbst somit Liebe auch nach außen sendest und anderen zu verstehen gibst. Denn wenn beide Partner jeweils eine unterschiedliche Liebessprache sprechen, kann zwar die Absicht etwas für den anderen zu tun durchaus vorhanden sein, doch man versteht und erreicht sich damit nicht. Daher gilt es auch zu erkennen, welche Sprache der Liebe spricht mein/e Partner/in und was kann ich dafür tun, um ihn/sie somit in ihrer Sprache zu erreichen?

Dieses Buch erkärt diese Zusammenhänge mit unheimlich vielen tollen Praxisbeispielen ganz wunderbar und es beinhaltet sogar auch noch einen recht guten Test am Ende des Buches, mit dem man seine eigene „Muttersprache“ der Liebe (und auch die des Partners) herausbekommt. Hier kannst Du Dich über das Buch informieren und es bei Interesse auch bestellen.

So, das waren meine 5 Hauptgründe, warum Liebesbeziehungen scheitern. Ach ja, vielleicht fragst Du Dich noch, was denn nun noch Level 3 im Spiel des Lebens in Bezug auf die Liebe sein soll. Level 1 war das Spiel der Selbstliebe und der Liebe zum eigenen Leben. Auf Level 2 ging es um die Liebesbeziehung mit dem Partner. Die höchste Stufe, also Level 3, betrifft nun noch die Liebe zu Deiner gesamten Umwelt, Deinen Mitmenschen, Familienangehörigen, Kollegen, Deinem Team, Deinen Nachbarn, Deiner Nation ja im Grunde geht es dabei sogar um Deine Beziehung zur Welt.
Du merkst an dieser Beschreibung sicher schon: Das klingt nach einer sehr großen Herausforderung. Ja, das ist sie sicherlich auch – wahrscheinlich die Größte des Lebens. Daher will ich Dich nochmal daran erinnern: Bevor Du auf Level 3 anfängst zu „spielen“, sorge erstmal dafür, dass Du Level 2 und vor allem auch Level 1 beherrschst und in Ordnung gebracht hast. Die ganzen Weltverbesserer die heutzutage herumlaufen sind meines Erachtens deswegen recht wirkungslos in ihren Zielvorhaben, mehr Frieden, Liebe und Gerechtigkeit in die Welt zu bringen für Natur, Tierschutz, Völkerverständigung, humanitäre Hilfe etc., weil sie in ihrem eigenen Leben noch nicht mal im Ansatz Frieden gefunden haben. Wie willst Du Frieden und Liebe in die Welt bringen, wenn Du nicht mal dauerhaft Frieden und Liebe in Dir selbst oder in Deiner kleinen Familie oder Partnerschaft hast? Fang bei Dir an! Damit machst Du automatisch auch die Welt friedlicher und bringst mehr Liebe unter die Menschen. Los gehts!

Liebe Grüße, Dein

Steffen Kirchner

9 Gedanken zu „Die 5 Hauptgründe, warum Liebesbeziehungen scheitern

  1. Hallo Steffen,
    Du triffst den Nagel auf den Kopf.
    Beim Lesen sind mir viele Dinge nochmal bewusst geworden, die ich weiß, die prinzipiell ganz einfach und doch teilweise schwer für mich umzusetzen sind.
    Für mich stellt sich die Frage wie man Level 1 abschließen bzw weiter entwickeln kann ohne jmd aus Level 2 zu sehr auf die Füße zu treten.

    Ich würde gern mal an einem Seminar von dir teilnehmen. Vll. gibt es iwann mal eines in der näheren Umgebung.

    .
    Lg
    Tatjana

    • Liebe Tatjana, das nächste Seminar findet am 1./2. Oktober in Altötting (nähe München) statt. Es ist das Lebensstark-Seminar und behandelt durchaus auch das von Dir beschriebene Thema. Ich kann Dir nur empfehlen, eine kleine Reise in Kauf zu nehmen, denn dieses 2-tägige Seminar ist eine Investition in Dein gesamtes Leben – das sollte es Dir Wert sein.
      Liebe Grüße, Steffen Kirchner

  2. Hallo Stefan,

    lieben Dank für diesen tollen Artikel! Ich habe ihn wirklich mit Begeisterung gelesen!
    Ich freue mich, dass du dich damit von dem typischen „wer ist Schuld“ Gedanken wegbewegst und dazu einlädst, bei sich selbst zu schauen.

    Ich stimme dir auch zu fast 100% zu und gerade die Sätze, wie z.B.

    – Nicht die Beziehung/Partnerschaft ist der Sinn des Lebens, sondern jeder lebt seinen persönlichen Lebenssinn im Rahmen seiner Partnerschaft (oder eben auch als Single)
    – Wer vor lauter Partnerschaft und Hingabe vergisst, auch etwas nur für sich selbst zu tun, sich selbst zu lieben usw., der gibt sich selbst somit auf.
    – Liebe ist bedingungslos.
    – Schmetterlinge im Bauch sind nichts anderes als ein Verliebtheits-Vorschuss der Natur, der einen am Anfang der Beziehung über die Fehler des anderen hinweg sehen lässt. Lieben heißt, die Fehler des anderen zu kennen und mit zu lieben.

    lösen bei mir derbes Kopfnicken aus!

    Ich schaue aber bei meiner täglichen Arbeit noch einmal von einer anderen Seite drauf.
    In uns sind seit unserer Geburt 16 Lebensmotive verankert, die u.a. auch unserer Persönlichkeit ausmachen.
    Wichtig dabei ist, dass wir durch diese Lebensmotive unser „Werteglück“ erfahren. Das ist also nichts, wofür ich mich entscheiden- oder mir das aussuchen kann, sondern das steht einfach fest.
    Je nachdem, welche Ausprägung nun meine Lebensmotive haben, nehme ich die natürlich mit in meiner Partnerschaft. Wichtig hierbei zu wissen ist natürlich, dass jeder von uns völlig unterschiedliche Ausprägungen hat.
    So kann es also sein, dass mein Lebenspartner sogar eine völlig gegenteilige Ausprägung eines meiner Lebensmotive hat, was wir dann als „Konflikte“ wahrnehmen.

    Nehmen wir als Beispiel einmal das Lebensmotiv „Anerkennung“.
    „Anerkennung“ ist das Streben nach Bestätigung von 3. Personen (natürlich beinhaltet es noch einiges mehr aber das würde jetzt zu weit führen ;-)).
    Habe ich hier nun eine starke Ausprägung, wünsche ich mir von meinem Partner Lob, Komplimente, Anerkennung der Dinge, die ich tue, etc.

    Habe ich nun einen Partner mit einer niedrigen Ausprägung, hat der diesen Wunsch für sich nicht. Er ist eher selbstbewusst und fühlt sich durch Bestätigung von Außen nicht motiviert.

    Während ich mir also die Anerkennung von meinem Partner wünsche, bzw. diese auch erwarte, gibt er sie mir nicht, weil er für sich das Bedürfnis gar nicht nachvollziehen kann.
    Schwups gibt es Streit, bei dem es dann um Dinge wie „du weißt nicht zu schätzen, was du hier hast“ oder „dein Geltungsbedürfnis geht ja gar nicht“.

    Kenne ich nun aber das Profil meines Partners und kann dieses für mich verstehen und annehmen, habe ich eine völlig andere Ausgangssituation.
    Weiß ich, dass mein Partner nach Anerkennung strebt, gebe ich sie ihm auch, wenn ich ihn liebe, auch wenn ich das für mich nicht bräuchte.
    Weiß ich, dass mein Partner keine Motivation aus Bestätigung von Außen zieht und den Wunsch danach auch nur schwer nachvollziehen kann, nehme ich ihm es vielleicht auch nicht übel, wenn er mal zu einer Sache keine lobenden Wort findet. Ich weiß, er meint es nicht böse, sondern freut sich eben trotzdem.

    Stell dir nun vor, dieses Vorgehen weitest du auf all deine 16 Lebensmotive aus. Deine Partnerschaft erhält hierdurch eine nie dagewesene Qualität.

    Leben und leben lassen, den anderen so nehmen, wie er ist, aber eben auch seine eigenen Bedürfnisse nicht in den Hintergrund stellen: DAS ist das Geheimnis von intakten Beziehungen.
    Aber nichts anderes hast Du, Stefan, ja auch geschrieben.

    Liebe Grüße sendet
    Dirk

    • Lieber Dirk, danke für Dein Feedback. Ich selbst habe in den letzten 4 Jahren bereits über 400 Reiss Profile mit Coachees und auch Paaren durchgeführt – ist mir also schon klar, was Du beschreibst ;-) Daher auch am Ende dieses Artikels der Hinweis auf das Buch „Die 5 Sprachen der Liebe“, da jede der Sprachen natürlich auch wieder auf 1-2 Lebensmotive zurückzuführen ist. Doch es ist ein sehr viel einfacheres Konzept, als die doch oftmals recht komplexe Herangehensweise von Reiss. Hilft oftmals besser, da es simpler ist und dennoch trifft.
      Viele Grüße und alles Gute, Steffen Kirchner

  3. Wow!
    Danke Steffen für diese bemerkenswerten „Worte“.
    So schön und treffend und anschaulich geschrieben.
    Das, von dir beschriebene Buch, von Gary Chapman werde ich mir auf jeden Fall besorgen.
    Ich arbeite inzwischen seit einigen Jahren mein „Level 1“ wieder auf, weil auch ich erkannt habe, dass viele meiner Probleme im ‚Level 3 und Level 2‘ dort (in meiner Jugend und Erziehung) herrühren.
    Vielen herzlichen Dank also für diese Worte. Du bist für mich einer der genialsten Speaker im deutschsprachigen Raum. Ich kann mit diesem lauten ‚Tschakka-du-schaffst-das‘-Gehabe einiger anderer Motivationscoaches nichts anfangen. Es gibt eben für jeden Topf den passenden Deckel und nicht umgekehrt und Frischhaltefolie hält auch nicht ewig

    Alles Gute für deinen weiteren Weg!

    Liebe Grüße Gabriele Hans

  4. Lieber Steffen,
    was du beschreibst und für dich herausgefunden hast geht mit meinem Empfinden konform.
    Es ist richtig sich selbst zu kennen dann den anderen …..schade nur wenn etwas drastisches passiert ist und Level 1 komplett ausgefallen ist. Dann gilt es trotzdem. …Partnerschaft heißt kommunikation heißt Kontrolle runterschrauben….gelingt wenn es erkannt wird.
    Ich habe das Glück meinen Level 1 nach 15 Jahren Ehe aufbauen und finden zu können. Langsam Schritt für Schritt. Dafür bin ich unendlich Dankbar.
    Ich habe 2013 mein erstes Buch veröffentlicht, am 2. bin ich dran. Ich arbeite an mir und mein Partner steht mir zur Seite.
    Ich wünsche dir einen Menschen an der Seite der Freundin, Geliebte, Beraterin, Kuschelmonster,Streithähnin und Zuhörerin ist.
    Ich wurde damit beschenkt.
    Hab die männliche Ausgabe davon
    Herzlich Andrea

  5. liebe ist bedingungslos klingt immer sehr schön, ist aber blödsin. eine beziehung besteht aus einem unausgesprochenen vertrag von geben und nehmen. bekommt man nichts mehr, wird es über kurz oder lang scheitern. man kann auf dauer nicht glücklich werden, wenn man nichts bekommt. auch elterliche liebe ist NICHT bedingunglos. fehlverhalten kann sie sterben lassen. im rollstuhl sitzen zu müssen ist nicht die schuld von einem selber aber aktives vernachlässigendes verhalten oder schadhaftes verhalten, kann und sollte niemals bedingungslos akzeptiert werden. jeder könnte sagen „wenn du mich bedingungslos liebst, dann lässt du mich mit anderen frauen schlafen, dann akzeptierst du es, das ich nur zum essengehen nach hause komme, dann akzeptierst du es, dass ich mich nicht draussen mit dir zeigen will, dann akzeptierst du es, das ich dir kaum aufmerksamkeit zukommen lasse. wer alle erwartungen über board wirft und bedingungslos liebt, läuft gefahr nichts abzukommen aber alles zu geben nur um in einer partnerschaft zu verharren.

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