Schlechtes Gewissen ablegen – sofort!

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Hast du ein schlechtes Gewissen und fühlst Dich mies? Endlich hast Du mal nur an Dich gedacht, Dich in den Mittelpunkt gestellt und nicht nur an andere Menschen gedacht und dann das! Wie soll das nur zukünftig werden? Ich gebe Dir heute Tipps, wie Du Dein schlechtes Gewissen in solchen Situationen ablegen kannst und in der Zukunft keines mehr bekommst. Los geht’s!

Die zwei Arten des schlechten Gewissens

Wahrscheinlich hatte jeder von uns schon einmal ein schlechtes Gewissen. Aber was ist das eigentlich und woher kommt es überhaupt? Ein schlechtes Gewissen kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen.


Eine Art kann ein schlechtes Gewissen gegenüber einem anderen Menschen sein. Vielleicht weil wir etwas getan oder eben nicht getan oder etwas Spezielles gesagt haben. Wir haben diese Person hängen lassen, waren ungerecht oder haben ein Versprechen gebrochen. Diese Art von einem schlechten Gewissen gegenüber jemanden der darunter leidet oder einen Schaden dadurch tragen muss, definiere ich persönlich als „positive Form“. Dahinter steckt eine gewisse Moral und Ethik im Umgang mit anderen, deswegen ist es Ordnung aus solchen Gründen auch ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Es gibt jedoch noch eine Art von schlechten Gewissen, die zunehmend mehr Menschen haben und das aus einem Mangel an Selbstliebe entsteht. Das heißt, wir haben nicht den Anderen gegenüber ein schlechtes Gewissen, sondern uns selbst. Die Frage, die Du Dir stellen musst, wenn Du das nächste Mal ein schlechtes Gewissen bekommst, lautet:

„Wer erleidet durch mein Handeln oder Nicht-Handeln einen Schaden?“

Lege Dein schlechtes Gewissen ab

Wer verliert dadurch etwas? Wer leidet darunter? Prüfe für Dich, was Dein Handeln für Konsequenzen hat. Was passiert zum Beispiel, wenn Du Dir einmal am Tag eine kurze Auszeit gönnst oder einmal im Monat. Was passiert, wenn Du Dir selbst mehr Aufmerksamkeit schenkst? Ja, natürlich haben viele Menschen Erwartungen an Dich.

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Dein Chef, Freunde, Partner oder Partnerin, Kinder, Familienangehörige, Kolleginnen und Kollegen oder Kunden: Sie alle haben Erwartungen an Dich und wollen etwas von Dir. Aber Du hast nur ein begrenztes Kontingent an Zeit und Energie und kannst Dich nicht zerreißen. Du musst schauen, wie Du sie sinnvoll einsetzt. Und bedenke immer: „Die Zeit die Du abgibst, kannst Du Dir selbst nicht geben.“ Möchtest Du das? Bist Du ein „Buffet für jeden“ und stellst Dich jederzeit zur freien Verfügung?

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Nein, natürlich nicht! Du kannst gerne weiterhin Zeit du Energie an andere geben, ihnen helfen, sie unterstützen und für sie da sein, aber nur, solange es Dir Freude bereitet. Wenn Du allerdings ein schlechtes Gewissen bekommst, weil Du auch Dir mal helfen willst, Dir etwas Gutes tun oder einfach eine Auszeit gönnen möchtest – das ist nicht in Ordnung.

Kein schlechtes Gewissen mehr

Kommen wir zurück zu der Frage: „Wer leidet durch Dein Handeln oder Nicht-Handeln?“

Nehmen wir mal an, die möchtest Dir eine Auszeit gönnen oder Geld in Dich investieren. Wer verliert dann? Wer hat einen Nachteil dadurch? Wenn Du da ganz genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass keiner leidet oder verliert! Du musst kein schlechtes Gewissen gegenüber anderen haben.

Die Erwartungen anderer an Dich werden zwar in dem Moment nicht erfüllt, das ist aber kein Grund für ein schlechtes Gewissen. Du entscheidest wann und wie Du anderen hilfst. Denn nur Du kannst diese Aufgaben auch delegieren. Du allein entscheidest! Wenn Du helfen möchtest, dann mach das, aber zu Deinen Bedingungen.

Definiere Regeln …

… wann Du hilfst,

…wie Du hilfst und

… ob Du persönlich hilfst oder Du für Hilfe sorgst bzw. diese organisierst.

Wenn Du Dich also fragst, wer leidet oder einen Nachteil durch Deine „Me-Time“ hat, dann frag Dich auch, ob Du anderweitig helfen kannst. Wer nimmt Schaden, wenn Du Deine Ziele und Wnsche verfolgst oder Dir Zeit gönnst?

Vielleicht reicht es, morgen oder übermorgen zu helfen oder etwa zu organisieren. Vielleicht reicht eine halbe Stunde und nicht ein Tag. Schau das Deine und die Bedürfnisse und Wünsche an Dich erfüllt werden, aber zu Deinen Regeln. So verliert wirklich niemand und alle haben etwas gewonnen. Das heißt, dass schlechte Gewissen haben wir häufig grundlos.

Vielleicht kennen die Menschen aus Deinem Umfeld dieses Verhalten einfach noch nicht von Dir und sind irritiert, finden das sogar blöd, weil ihre Erwartungen nicht erfüllt werden. Gewohnheiten werden durchbrochen und das stößt auf Unverständnis oder Widerstand. Das heißt jedoch nicht, dass diese Menschen wirklich ein Problem damit haben oder darunter leiden, sondern nur, das sie es nicht gewohnt sind.

Du bist nicht der Sklave anderer und stehst ihnen auch nicht 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Es geht in Deinem Leben nicht darum die Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse anderer Menschen zu erfüllen. Dein Leben ist dafür da, Deine eigenen Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Dieses schlechte Gewissen kannst Du getrost ablegen! Stell Dir einfach immer die Frage, bevor Du etwas für Dich tun möchtest: „Gibt es jemanden der dabei verliert?“ Und wenn die Antwort darauf „Nein“ lautet, dann gibt es nur einen der dabei verlieren könnte und das bist Du selbst.

Du darfst!

Und wenn Du endlich mal etwas für Dich tust und dennoch ein schlechtes Gewissen hast, dann frag Dich nicht, ob du das „darfst“. Natürlich darfst Du! Du darfst Dir Zeit für Dich gönnen, Geld in Dich investieren oder sonst etwas und das auch wenn es andren schlecht geht.

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Diese Art von schlechten Gewissen entsteht durch mangelnde Erfahrung, denn Du bist es nicht gewohnt etwas für Dich zu tun. Wenn Du etwas Neues tust, fühlt sich das häufig erstmal merkwürdig an. Denk nur an Deine erste Verabredung oder Deine erste Fahrstunde – war das nicht komisch? Aber hey, Du hast es doch gut gemeistert und es wurde mit der Zeit zunehmend besser. Genauso geht es uns mit dem schlechten Gewissen, wenn wir Dinge für uns selbst machen.

Also lass Dich von diesem merkwürdigen Gefühl nicht abhalten und denk auch mal an Dich!

Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg!

Dein Steffen Kirchner

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