Warum man nur reich wird, wenn man sich zuerst selbst bezahlt

WĂ€ren Sie gerne reich? Klar, aber Sie kennen das folgende Problem: Man verdient ganz ordentlich und möchte gerne am Monatsende ein bisschen was vom ĂŒbrig gebliebenen Geld fĂŒr ein Sparziel zur Seite legen. Das Problem ist nur: Es bleibt nichts ĂŒbrig. Nicht nur dieses Mal nicht – es bleibt generell so gut wie nie ein nennenswerter Restbetrag stehen. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: am Ende des Geldes ist meistens noch zuviel Monat ĂŒbrig. Dieses PhĂ€nomen erfahren sehr viele Menschen am eigenen Leib, ganz gleich wieviel Geld sie verdienen. Sie alle begehen denselben mentalen und somit auch strategischen Fehler im Bezug auf den Umgang mit den eigenen Einnahmen.

Die Kernfrage des Reichtums: Wen bezahlen Sie zuerst?

Es spielt keine Rolle, ob Sie 2.000 Euro, 6.000 Euro oder 15.000 Euro im Monat verdienen. Wenn Sie den klassischen Fehler machen, mit Ihrem zur VerfĂŒgung stehenden Einkommen erst alle anderen Menschen, Firmen, Dienstleister, Mitarbeiter oder sonstige Rechnungen zu bezahlen, bleibt Ihnen niemals ein nennenswerter Rest fĂŒr sich. Ganz unabhĂ€ngig mal davon abgesehen, dass man mit dem Rest niemals sich selbst bezahlen sollte. GrundsĂ€tzlich werden zwei Hauptfehler im Umgang mit Geld begangen:

Grundsatzfehler 1: Man bezahlt sich nicht zuerst selbst, sondern zuletzt.
Was bedeutet “Bezahlen Sie sich selbst zuerst”? Es bedeutet nicht “Geben Sie zuerst das meiste Geld aus, haben Sie Spaß und kĂŒmmern Sie sich dann um Ihre Rechnungen.”. Auch dieser Weg fĂŒhrt nicht zum Wohlstand, denn damit wird man weder reich noch glĂŒcklich. Es bedeutet vielmehr, grundsĂ€tzlich am Anfang eines jeden Monats (oder wann immer Einkommen Ihr Konto fließt), einen bestimmten Betrag bzw. Prozentsatz in sich selbst zu investieren. Es geht nicht darum, das Geld aufs Bankkonto zu legen, damit es einem keiner wegnimmt oder man fĂŒr „schwere Zeiten“ vorsorgt. Es bedeutet, nach Investitionsmöglichkeiten zu suchen, die Wohlstands-Potenzial haben. Und dieses grĂ¶ĂŸte Potenzial liegt in Ihrer Persönlichkeit! Denn mit nichts können Sie eines Tages soviel Geld verdienen wie mit einer stabilen Persönlichkeit, die sich auch noch besondere FĂ€higkeiten, Kompetenzen und Wissen antrainiert hat!

Grundsatzfehler 2: Der Betrag fĂŒr einen selbst wird „gespart“ und auf ein Sparbuch gelegt. Wissen Sie, warum das Sparbuch Sparbuch heißt? Weil man es sich sparen kann! Investieren Sie einen Großteil des Geldes in sich, und zwar regelmĂ€ĂŸig! Warten Sie nicht darauf, bis Sie eines Tages Betrag X zusammenhaben. Nein! Investieren Sie noch diesen Monat in Ihre persönliche Weiterbildung und Entwicklung! Nur können Sie reich an neuen Erfahrungen, Erkenntnisse und FĂ€higkeiten werden, was sich dann auch mal auf Ihrem Bankkonto bemerkbar machen wird.

Wer nur in Kosten denkt, kommt nie auf seine Kosten

Es ist ein unumgĂ€nglicher Fakt, dass wir unsere Rechnungen bezahlen mĂŒssen. Mitarbeiter und Dienstleister haben uns gegenĂŒber ihre Leistungen erbracht und haben somit auch einen Anspruch auf die entsprechende Bezahlung. Auf keinen Fall ist es also das Ziel, Zahlungen möglichst lange hinauszuschieben, und auf die 3. Mahnung zu warten. Bezahlen Sie jeden, wann er es sich verdient hat. Auch sich selbst!
Der Hintergedanke ist ein ganz anderer. Sie haben einen gewissen Lifestyle, den Sie halten oder noch ausbauen wollen, und den es zu finanzieren gilt. Indem Sie den festen Anteil von jedem Einkommen (mit dem Sie sich selbst bezahlen) sofort auf ein separates Konto buchen und die Regel festlegen, auf dieses Geld niemals zurĂŒckzugreifen, lernen Sie, kreativ zu sein und nach neuen Möglichkeiten zu suchen, das Geld zu verdienen, was Sie fĂŒr die Bezahlung Ihrer Rechnungen brauchen.

Beispiel:
Nehmen wir an, Sie haben sich sofort am Monatsanfang mit 500 Euro selbst bezahlt und haben dieses Geld, dass Sie demnĂ€chst bald in Ihre persönliche Weiterbildung investieren wollen, auf einem separaten Konto geparkt. Soweit so gut. Doch jetzt kommt das scheinbare Problem, denn jetzt steuern Sie am Monatsende auf einen Fehlbetrag von 500 Euro an noch zu bezahlenden Rechnungen zu. Fazit: Die Kosten sind zu hoch. Also wird das „geparkte Geld“, das einem eigentlich selbst gehört, wieder angegriffen und dazu verwendet, um die Rechnungen zu bezahlen. Als BegrĂŒndung folgt die Ausrede Nummer 1 in Deutschland: „Ich wĂŒrde mich ja gerne selbst bezahlen, aber dafĂŒr habe ich nicht genĂŒgend Geld.“ Falsch!

Das Ganze ist eine Ausrede! Genau so denken Menschen, die Monat fĂŒr Monat versuchen ĂŒber die Runden zu kommen. Sie denken in Kosten. Sie versuchen etwas zu vermeiden, nĂ€mlich Verluste oder Schulden. Daran ist grundsĂ€tzlich nichts Schlechtes, doch mit dieser mentalen Einstellung kommt man nicht in den Wohlstand, sondern betreibt Schadensbegrenzung oder verwaltet im besten Falle das Mittelmaß.
Merken Sie sich folgende Erfolgsregel: „Wohlstand erreicht man nicht durch das was man spart, sondern durch das, was man sich verdient.“

Das Problem ist unsere Form der Aufmerksamkeit, die wir dem lieben Geld schenken. Im Englischen heißt es so schön: „Where attention goes, energy flows.“ Zu deutsch. „Wo die Aufmerksamkeit hingeht, dorthin fließt auch die Energie.“  Wer seine Aufmerksamkeit auf Kosten richtet, dessen gesamte Energie fließt eben auch nur auf das Ziel hin, die Kosten im Leben zu minimieren und Rechnungen anderer zu bezahlen. Somit fehlt die notwendige Energie, um sich finanziellen Wohlstand aufzubauen. Das Problem ist nĂ€mlich nicht, dass die Kosten (Rechnungen) zuviel sind, sondern dass zuwenig Ideen-Energie fĂŒr neue Einnahmen da ist.

Wechseln Sie die Aufmerksamkeit von Kosten zu Einnahmen

Ich gebe Ihnen ein Gegenbeispiel, fĂŒr einen Menschen, der seine Aufmerksamkeit nicht auf Kosten, sondern auf Einnahmen gerichtet hat. Da er die Regel „Bezahlen sie sich am Monatsanfang zuerst selbst“ professionell anwendet, weiß er, dass er dieses Geld auf keinen Fall mehr anrĂŒhren darf, da er damit ja wieder an sich selbst sparen wĂŒrde! Die offenen Rechnungen ĂŒber 500 Euro mĂŒssen aber dennoch bezahlt werden.
Und jetzt kommt der entscheidende Schritt: Wer nun wirklich seine Aufmerksamkeit auf Wohlstand richtet, der wird sich selbst dazu verpflichten, neue kreative Wege, Ideen und Möglichkeiten zu (er)finden, um die erforderliche Summe zusĂ€tzlich zu verdienen. Die komplette Aufmerksamkeit und Energie geht also nicht mehr dahin, mit einem verfĂŒgbaren Einkommen die anfallenden Kosten zu decken, sondern das verfĂŒgbare Einkommen zu erhöhen! Das Faszinierende daran ist: Wenn man seine Aufmerksamkeit auf neue, zusĂ€tzliche Einnahmequellen richtet, eröffnen sich auch auf einmal Möglichkeiten und Chancen, fĂŒr die man davor offensichtlich „blind“ oder besser gesagt noch nicht aufmerksam war.

Nehmen wir ein Beispiel aus meinem Leben. Als ich Anfang 20 war, war ich ebenfalls schon reich an großen TrĂ€umen, wie auch heute. Das Problem war nur: Ich konnte noch nichts. Ich hatte keine wirklich ausgebildeten FĂ€higkeiten und kein Bewusstsein fĂŒr meine grĂ¶ĂŸten StĂ€rken. Das spiegelte sich in meinen Einnahmen wieder, die ich als durchschnittlich fĂŒr einen jungen Menschen in diesem Alter bezeichnen wĂŒrde. Nichts desto trotz hatte ich damals einen Traum: Ich wollte der beste Sportmanager in Deutschland werden. Um auf diesen Weg zu kommen, bildete ich mir ein, ein sehr teures Sportmanagement Studium an einer privaten Hochschule absolvieren zu wollen. Die Kosten hierfĂŒr ĂŒberstiegen meine Einnahmen bei weitem, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mich auch damals tatsĂ€chlich schon am Monatsanfang relativ fĂŒrstlich selbst bezahlte :-)
Nun hĂ€tte ich mit allen möglichen Maßnahmen meine ganzen Ausgaben eventuell so minimieren können, dass die Studienkosten mit etwas GlĂŒck machbar gewesen wĂ€ren. Diese Denke war allerdings noch nie meine Welt, denn das ist gemanagter Mangel. Vielmehr richtete ich meine Aufmerksamkeit auf neue Einnahmequellen. Wie gesagt: Where attention goes, energy flows. Plötzlich entdeckte ich ĂŒberall Möglichkeiten, Geld zu „machen“, denn das Geld liegt wirklich auf der Straße. Eine wirklich interessante Möglichkeit war ein Service, den die Firma momox anbietet. Hier konnte man alte, gebrauchte BĂŒcher online bewerten lassen und dann direkt an diese Firma verkaufen. Der Buchpreis richtete sich nach Alter und Zustand des Buches, nach der Bekanntheit, nach der abzusehenden Nachfrage danach usw.. (Übrigens: Heute kann man ĂŒber momox nicht nur BĂŒcher, sondern auch CDÂŽs, DVDÂŽs uvm. auf die gleiche Art und Weise verkaufen).
Da ich schon immer in meinem Leben ein unglaublicher BĂŒchernarr war, hatte ich plötzlich eine tolle Einnahmequelle gefunden, denn in meinem Keller standen sicherlich 300 gelesene Werke ĂŒber alle möglichen Themen, die langsam aber sicher dort verstaubten. Ich verkaufte den ganzen scheinbaren „MĂŒll“ und erhielt eine wirklich ordentliche Summe. Doch damit nicht genug, denn jetzt kam das Wohlstands-Bewusstsein erst in Fahrt. Ich kannte unheimlich viele Leute, die viel lesen und alte BĂŒcher bei sich im Keller stapelten. Also kontaktierte ich tĂ€glich Menschen und fragte sie, ob sie mir ihre alten BĂŒcher, die sie wirklich nicht mehr brauchen, schenken wĂŒrden. FĂŒr die Leute war das praktisch, denn sie mussten sich um nichts kĂŒmmern. Ich rief an, kam vorbei und rĂ€umte den halben Keller aus. Die Leute hĂ€tten ihre BĂŒcher sowieso irgendwann weggeworfen. Auf diese Weise standen in meinem Keller innerhalb kĂŒrzester Zeit nicht mehr 300 eigene sondern rund 1.000 fremde BĂŒcher, die ich alle bei momox verkaufen konnte. Diese Einnahmequelle war vom Aufwand ĂŒberschaubar, vom Ertrag ordentlich und ein Baustein, wie ich mir monatlich einen großen Teil der benötigten Summe erwirtschaftete. Heute weiß ich natĂŒrlich, dass es noch viel bessere Möglichkeiten gibt, um dauerhaft mehr Geld zu machen, doch es war damals ein erster guter Schritt, der bewies, dass man kreative Möglichkeiten findet um reich oder zumindest reicher zu werden, wenn man sich damit beschĂ€ftigt, ohne sich selbst dabei zu vernachlĂ€ssigen. Denn: Die Bezahlung fĂŒr mich selbst am Monatsanfang blieb!

Fazit:
Die Regel „Bezahlen Sie zuerst sich selbst“ hat drei konkrete Vorteile:
1.: Sie schaltet Ihr Gehirn ein, denn Sie mĂŒssen einen neuen kreativen Weg finden, um zusĂ€tzliches Geld zu verdienen, damit alles bezahlt werden kann. Der Satz „Ich habe nicht genĂŒgend Geld“ hingegen, schaltet Ihr Gehirn aus. Wenn Ihr Denkapparat bei Problemen ĂŒberwiegend im Offline-Modus dahinvegetiert, ist Wohlstand unmöglich.
2.: Ihr Selbstwert steigt, da Sie der Erste sind, der sich etwas verdient hat. Damit sind Sie nicht nur irgendwann reich, sondern Sie fĂŒhlen sich vor allem schon sehr bald reich! Merken Sie sich: Äußerer Reichtum kann nur kommen und vor allem bleiben, wenn Sie innerlich auch reich sind!
3.: Sie bauen nebenbei einen schönen Kapitalstock auf, den Sie dann dazu nutzen sollten, um in das wertvollste Potenzial zu investieren, das Sie haben – nĂ€mlich sich selbst. Das bedeutet: Investieren Sie dieses Geld nicht nur in Freizeit und Unterhaltung, sondern vor allem auch in Weiterbildungen und in Ihre Entwicklung als Mensch und Persönlichkeit. Denn wirklich reich werden Sie nicht, wenn Sie besonders viel wissen, sondern wenn Sie eine besonders starke Persönlichkeit sind, die auch noch viel Wissen/Kompetenzen/FĂ€higkeiten hat.

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3 Gedanken zu „Warum man nur reich wird, wenn man sich zuerst selbst bezahlt

  1. Mal eine ganz andere Sichtweise und wirklich super. Bisher habe ich immer nur meine Einnahmen gesehen, die Kosten des Monats und dann den Rest, der ĂŒbrig bleibt. Vom Rest habe ich mir etwas gegönnt, gespart oder investiert. Manche Investitionen sprangen bisher den Rahmen. Teilweise verdiene ich mir Workshops oder Hobbies, die mich, meine Persönlichkeit und FĂ€higkeiten weiterentwickeln, schon mit NebentĂ€tigkeiten o.Ă€.. Nach diesem Artikel werde ich das wohl ausweiten :-) Interessante AnsĂ€tze zum Geld verdienen mit ausrangierten Sachen habe ich auch hier gefunden: http://www.kompass-prinzip.de/mit-ausrangierten-buchern-cds-filmen-oder-spielen-ganz-leicht-geld-verdienen

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