Vier Kriterien guter Entscheidungen

Wann ist eine Entscheidung eine gute Entscheidung? Und was führt zu dieser? Heute verrate ich Dir, worauf Du in Zukunft hinsichtlich Deiner Entscheidungen achten solltest.

Es gibt vier Kriterien guter Entscheidungen:

1. Klarheit

Der erste Faktor, an dem man eine gute Entscheidung erkennt, ist, dass sie Klarheit bringt. Wenn sie bestimmte Verhältnisse wirklich klärt und die Leute nicht verwirrt.

Die Worte „Entscheidung“ und „scheiden“ kommen von der Schwert-Scheide: Wenn der Ritter sein Schwert aus der Scheide zog, hatte er sich entschieden, anzugreifen. Eine gute Entscheidung definiert die Dinge. Du hast etwas Altes abgeschlossen und etwas Neues begonnen. Du bist links und nicht rechts abgebogen. Damit hast Du eine klare Wahl für etwas getroffen und Dich gegen etwas anderes entschieden.

Point of no Return

Es gibt die Geschichte des spanischen Eroberers Hernando Cortez. Er setzte im Jahre 1519 mit 700 Mann auf elf Schiffen von Kuba nach Mexiko über, um das Goldland zu suchen. Jedoch entpuoote sich Mexiko als gut organisierter Staat mit einer großen Armee. Cortezl hatte nur eine Chance, seine Männer nicht dem Tode zu weihen: Er befahl ihnen, die Schiffe zu verbrennen, um nicht mehr zurück zu können. Es gab nur noch den Weg nach vorne, das brachte absolute Klarheit. So eroberten die Spanier mit dem Mut der Verzweiflung in wenigen Monaten das Riesenreich des Montezuma. Auch im Bergsteigen bezeichnet der Point of no Return den Punkt, von dem aus es zu gefährlich wäre, zum Basislager zurückzukehren und der einzig sichere Weg der weitere Aufstieg ist.

2. Direkte Umsetzung

Eine gute Entscheidung lässt sich sofort umsetzen. Du kannst direkt mit etwas beginnen. Deine Fähigkeiten lassen Dich sofort etwas tun und Du kannst Dich in die Richtung bewegen, in die Du gehen möchtest.

Lass mich diesen Punkt durch ein persönliches Beispiel erläutern: Vor einigen Jahren habe ich entschieden, nicht mehr beim Volleyball-Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg als Manager zu arbeiten. Damals habe ich mich auch schon mit dem Gedanken beschäftigt, meine Leidenschaft auszubauen und mit Menschen hauptberuflich zu arbeiten. Ich war jedoch hin- und hergerissen. Schließlich habe ich die Entscheidung getroffen, das Gespräch mit meinem Chef zu suchen und habe gekündigt. Das war der Point of no Return – es war ausgesprochen und ich konnte anfangen, ein Gewerbe anzumelden, Fortbildungen zu besuchen und die Website aufzubauen. Die Umsetzbarkeit war gegeben. Ich hatte die Kontrolle über meine Situation und konnte den Weg, für den ich mich entschieden hatte, selbst gehen.

Bei guten Entscheidungen hast Du also die Kontrolle über das, was passiert. Denn sonst ist es keine wirkliche Entscheidung.

3. Positive Effekte auf Mitmenschen

Die Entscheidung sollte sich auch positiv auf andere Menschen auswirken. Nicht auf alle Menschen, auf einige. Stell Dir die Frage: Wer profitiert außer mir davon?

Die Entscheidung einer Frau, sich von ihrem gewalttätigen Mann zu trennen, betrifft nicht nur sie. Sie wirkt sich auch positiv auf ihr Kinder aus. Wenn es ihr dann nämlich besser geht, profitieren davon auch die Kinder, da sie eine Mama brauchen, die glücklich ist. Aber auch auf ihre Kunden ihres Unternehmens und auf ihre Freunde wirkt sich diese Trennung positiv aus, da sie ganz anders handeln kann.

Von meiner Leidenschaft, anderen Menschen zu helfen, profitieren nun also die Leute, die meine Bücher lesen, meine Seminare besuchen oder mit denen ich als Coach arbeite. Von dieser Entscheidung, mich damals selbstständig gemacht zu haben, profitieren mehr Leute als nur ich selbst. Eine gute Entscheidung sollte nicht egozentrisch getroffen werden, sondern eben auch, dass sie etwas Größerem dient, als nur mir. Selbstverständlich sollte diese Entscheidung auch Dir gut tun.

4. Mut

Eine Entscheidung ist dann eine wirklich gute Entscheidung, wenn sie Mut braucht. Es gibt verschiedene Arten von Entscheidungen. Mutige und leichte Entscheidungen. Vermeintlich leichte Entscheidungen sind eher ein Rückzug. Wenn ich vor einem Berg stehe, ist es außen herum zu gehen, statt ihn zu besteigen. Oft ist es der leichte Weg, der dich als Mensch nicht wachsen lässt. Du brauchst Mut und Selbstbewusstsein, um den Weg zu gehen und mindestens eine Hürde zu überspringen.

Eine gute Entscheidung lässt Dich wachsen und bringt Dich raus aus Deiner Komfortzone. Sie hat einen gewissen Preis, zum Beispiel wirst Du Dich innerlich überwinden müssen. Eine gute Entscheidung bringt Dich persönlich weiter und lässt Dich wachsen. Sie ist also die Eintrittskarte ins Fitnessstudio Deiner mentalen Muskulatur.

Dein Steffen Kirchner

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