Meine 3 besten Learnings in 2018

Zu Beginn eines Jahres lohnt es sich, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und dabei Dein eigenes Verhalten wie auch Erlebnisse mit anderen Menschen zu reflektieren. Um die Jahreswende herum werfen Menschen gerne mit Sprüchen um sich. Einer der dümmsten Sätze ist: „Bleib einfach so wie Du bist!“ Getreu dem Motto: Mach einfach so weiter, never change a running system – was für ein Bullshit! Entwickle Dich weiter! Verbessere und verändere Dinge, indem Du sie zunächst analysierst und dann Deine Schritte einleitest.

Ich selbst habe die Jahreswende dazu genutzt, die guten wie auch die schlechten Dinge, die mir in den vergangenen Monaten privat und beruflich widerfahren sind, zu analysieren. Aus den Erfahrungen auf der Beziehungs- wie auch finanziellen Ebene habe ich zwölf oder 13 Learnings aufgeschrieben. Die drei größten und wichtigsten Learnings möchte ich gerne mit Dir teilen, denn ich glaube, dass Du daraus auch etwas für Dich mitnehmen kannst.

  1. Die Art und Weise wie ein Mensch eine Beziehung beendet, sagt alles über seine Beziehungsfähigkeit aus.

In 2018 habe ich durchaus neue Bekanntschaften geschlossen, gerade auf beruflicher Ebene bin ich neue Partnerschaften eingegangen. Auf der anderen Seite haben sich natürlich auch Beziehungen aufgelöst, im privaten wie auch beruflichen Bereich. Mal verabschiedest Du Dich von Menschen oder Menschen verabschieden sich von Dir. Hier kommt das Interessante: So, wie bisher die Beziehung mit diesen Menschen war, werden diese Menschen auch diese Beziehung beenden. Oder Du kannst auch schon erahnen, wie diese Menschen sich verhalten werden, solltest Du diese (Geschäfts-) Beziehung beenden.

Ich habe besonders im letzten Jahr erlebt, dass eine solche Trennung widerspiegelt, wie diese Menschen diese Beziehung auch gelebt haben. Wenn also schon die Partnerschaft ein bisschen unverbindlich war und die Kommunikation nicht so richtig zuverlässig war, dann ist es ein Spiegelbild dafür, wie diese Beziehung sich bei der Auflösung darstellt. Diese Erfahrung habe ich beruflich mit einem Dienstleister gemacht, mit dem ich schon seit vielen Jahren zusammengearbeitet habe. Viele Dinge waren gut, aber auch einige schlecht, weil auf eine bestimmte Art und Weise kommuniziert oder eben teilweise auch gar nicht kommuniziert wurde. Genau das ist dann auch am Ende dieser Beziehung passiert, dass eine siebenjährige Partnerschaft mit einer zweizeiligen unpersönlichen E-Mail einfach mal so beendet wurde, ohne dass es ein Problem oder einen Auslöser gab.

Mein Learning daraus ist: Ich hätte es voraussehen können. Es geht nicht darum zu sagen, dass ich diese Geschäftsbeziehung früher hätte beenden oder gar nicht erst hätte führen dürfen, denn ich habe mich ebenso dafür entschieden und es sind auch gute Dinge passiert. Wenn Du Dich auf einen Menschen einlässt im egal, ob im beruflichen oder privaten Bereich, sagt die Art und Weise wie diese Beziehung ist, alles darüber aus, wie sie auch enden wird. In Momenten, in denen Emotionen eine große Rolle spielen, übertreiben Menschen ihre Persönlichkeit oder ihr Verhalten nochmals:

Ein extrem emotionaler Mensch wird extrem anhänglich sein oder es schlägt um ins Negative, das heißt er wird extrem hasserfüllt und wütend reagieren. Wenn Du also du vielleicht überlegst, in eine Partnerschaft zu gehen, versuche im Vorfeld herauszufinden, wie diese Menschen andere Beziehungen pflegen und wie sie sie auch beenden. Verhält diese Person sich

  • respektvoll
  • empathisch
  • radikal (also geht sie einfach mit der Axt durch den Wald)

Menschen verhalten sich oftmals nach gleichen Mustern, wenn keine Weiterentwicklung stattfindet. Im Privaten habe ich das auch shcon erlebt. Und mein Problem ist dann, dass ich nicht geschaltet habe, an dieser Beziehungsfähigkeit untereinander und miteinander auch zu arbeiten. Denn irgendwann wird dieses Problem, dass ein Mensch mit anderen hat, auch zu Deinem Problem. Es ist also euer Problem, wenn ihr nach wie vor eine Beziehung führt. Und glaube nicht, dass du eine Ausnahme bist, dass es bei Dir anders laufen wird als bei den anderen Personen, mit denen diese Person ihre Beziehung beendet.

Ein wichtiges Learning war also für mich: Die Art und Weise wie ein Mensch Beziehung beendet, sagt alles über seine Beziehungsfähigkeit aus.

Mein zweitgrößtes Learning 2018 stammt auch aus einer Partnerschaft:

  1. In dem Moment, in dem Du eine Beziehung mit einem Menschen eingehst, erbst Du die Probleme des anderen.

Was meine ich damit? Es gibt eine schöne Formulierung, die besagt „Wenn zwei Menschen zusammenkommen und sich vereinigen, dann stirbt ein Stück weit das Ich“. Gemeint ist, dass das Ego zurückgenommen wird und man gemeinsam in einem Wir aufgeht.

Wenn jemand stirbt, dann gibt es eine Erbschaft. Das Alte wird also auf jemand anderen übertragen, es löst sich nicht einfach auf, weil es etwas neues gibt. Deine Probleme, Ängste und Defizite, die Du hast und genauso Deine Verletzungen aus der Vergangenheit, färben auf Deinen Partner oder Deine Partnerin ab.

Wenn Du eine Beziehung eingehst, heißt das nicht, dass es Deine Verletzung nicht mehr gibt. Dein Problem ist nicht mehr nur Deine Angst, es ist eure Verletzung. Es wird zu eurer Angst. Du bringst viele gute Dinge, viele Stärken und viele Vorteile mit, aber eben auch was vielleicht etwas Negatives. Das vererbt Du in dieses gemeinsame neue Wir, es wird zu eurem Thema und genauso bringt auch Dein Partner oder Deine Partnerin gute und Schlechte Erfahrungen mit in die Beziehung als gemeinsames Erbe.

Sieh nicht weg

Ich habe diesen Faktor in 2018 komplett unterschätzt. Ich habe zwar gesehen, was der andere Mensch in eine Beziehung mitbringt, aber ich habe gedacht: Naja, das betrifft mich nicht und wir schauen einfach überwiegend auf das Gute, das wir weiter groß machen. Und über die Jahre hinweg hat sich dann irgendwann gezeigt, dass es Probleme oder Verletzungen gibt, die man nicht wegschieben kann. Meine Aufgabe wäre gewesen, dieser Person zu helfen, vielleicht auch individuelle Probleme anzugehen, dass wir gemeinsam dran arbeiten und dass wir das auch gemeinsam nicht verdrängen. Denn irgendwann wird es zu einem gemeinsamen echten Problem. Das ist nicht nur privat sondern auch beruflich so.

Sieh Dir genau an, was ein Mensch aus seiner Vergangenheit oder aus vergangenen Beziehungen, Partnerschaften, Erfahrungen, Geschäftsbeziehungen und Enttäuschungen und natürlich auch guten Dingen individuell mitbringt. Sprich diese Dinge immer an und hilf diesem Menschen, wenn Du mit ihm eine berufliche oder private Beziehung eingehst, bei der Verarbeitung von negativen Aspekten. Denn es wird auch Dein Thema, schließlich werden Du die positiven wie auch die negativen Seiten ein Teil von Dir.

Mein drittes großes Learning, das wahrscheinlich das wichtigste auch für Dich ist, ist mir bei der Beschäftigung mit einem tollen Satz klar geworden, den ich zu einem persönlichen Lebensmotto von mir gemacht habe:

  1. „Alles, was Dich nicht glücklich macht, kann weg.“

Wenn es für eine Sache, für einen Menschen, für ein Projekt, für eine Aufgabe oder für ein Ziel kein hundertprozentiges Ja gibt, dann ist es ein Nein.

Lass Dinge los, die Dich nicht glücklich machen. Das bedeutet nicht, dass Du von jetzt an alles, zum Beispiel eine Partnerschaft, die Dich nicht zu 100 Prozent glücklich macht, direkt beenden musst. Auch im Job gibt es immer Themen, die man ungern bearbeitet oder man steht vor Herausforderungen oder Du erlebst Misserfolge.

Hinterfrage auch den aktuellen Zeitpunkt: Ist es der richtige Zeitpunkt,

  • um diese Beziehung zu führen?
  • diesen Job auszuüben?
  • um sich als Unternehmer selbständig zu machen?
  • angestellt zu sein?

Es gibt verschiedene Aspekte des Lebens und wenn meine innere Überzeugung für einen Menschen oder für eine Sache nicht bei 100 Prozent liegt, sondern nur bei 95 Prozent, dann ist es ein Nein. Was Dich nicht komplett glücklich macht, also innerlich mit 100 Prozent Übereinstimmung, dann kann es weg. Das ist etwas, was ich in diesem neuen Jahr noch mehr umsetzen werde. Alles was mich nicht glücklich macht, lasse ich los. Das Loslassen ist meiner Meinung nach die wichtigste Fähigkeit im Leben. Uns wird von klein auf beigebracht, immer zu versuchen durchzuhalten, etwas zu lernen und Gas zu geben. Durchhalten kann jeder lernen. Das ist wie ein mentaler Muskel, das ist kein Problem. Aber das Loslassen ist das, was Dich am meisten fordert. Es wird Dich in Deiner Persönlichkeit weiterbringen und das verursacht Schmerz. Doch es werden daraus neue Chancen, tolle Chancen für Dich entstehen.

Wenn es also nicht der richtige Moment für ein Ziel, einen Menschen oder ein Job ist, dann lass los.

Schreib jetzt die besten zwei oder drei Learnings für Dich auf und erstelle daraus Ziele und Handlungsempfehlungen für 2019. Kommentiere gerne hier unter dem Blog oder schreib mir auf Facebook, was Deine wichtigsten Learnings sind. Ich bin gespannt!

Ich wünsche Dir viele gute Erkenntnisse und Learnings im neuen Jahr.

Dein Steffen Kirchner

 

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Ein Gedanke zu „Meine 3 besten Learnings in 2018

  1. Hallo Steffen,

    dem stimme ich auf allen Ebenen zu.

    Wichtig finde ich, wenn es um die Problematik des Loslassens geht, dass man seinen Gefühlen und Emotionen etwas Zeit gibt. Nichts machen, nur beobachten.

    Vieles klärt sich dann ganz schnell von selbst. Sei es durch Erkenntnis, oder indem es einfach verschwindet.
    Diesen Aspekt des Innehaltens und der Stille finde ich sehr wichtig. Deshalb möchte ich das hier ergänzen.

    Danke für den tollen Beitrag!

    Liebe Grüße
    Mahashakti

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