Wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du die Macht

„Wer ist schuld?“ ist oft die erste Frage, die bei Problemen, Streitereien oder Krisen gestellt wird. Sie lenkt den Fokus nach außen und der Fragesteller gibt damit leider alle Macht über seine Lebensgefühle ab. Behalte auch in Krisensituationen Deinen Fokus bei Dir. So bist du Herr beziehungsweise Herrin Deiner Gefühle und Deiner Lebensenergie. Übernimmst du Eigenverantwortung statt die Opferrolle zu spielen, gehst du aus Deinem Problem gestärkt hervor.

Krisen haben drei Ursachen

Für das, was uns im Leben widerfährt, gibt es immer verschiedene Gründe. Du findest meine ausführlichen Gedanken zu diesem Thema auch in meinem Podcast (über iTunes oder libsyn), wenn Du lieber hörst statt liest.

  • Manchmal sind wir selbst die Ursache. Wir ziehen durch unser Denken und Handeln bestimmte Ereignisse, Menschen oder Probleme in unserem Leben an.
  • Oder wir werden in ein Problem hineingezogen, obwohl wir nichts dafürkönnen.
  • Ein anderes Mal gibt es einen Schicksalsschlag oder eine plötzlich auftauchende große Krise, mit der wir nie gerechnet hätten.

„Warum passiert das immer mir?“

Stell Dir vor, Dir widerfährt etwas wirklich sehr Negatives: Suchst Du die Schuld bei irgendwem oder übernimmst Du Deinen Teil der Verantwortung? Im Wort Verantwortung steckt das Wort ANTWORT. Je besser die Fragen sind, die Du Dir in so einer Situation stellst, desto besser werden die Antworten sein, die Du früher oder später findest.

Menschen, die einen Schuldigen suchen, und Menschen, die Eigenverantwortung übernehmen, stellen sich selbst sehr unterschiedliche Fragen. Wer nach Schuldigen sucht, stellt Opferfragen wie „Warum tut er mir das an?“, „Womit habe ich das verdient?“ oder „Warum eigentlich immer ich?“

Menschen, die Eigenverantwortung übernehmen, stellen sich komplett andere Fragen und wählen somit einen komplett anderen Fokus. Sie fragen sich beispielsweise „Was kann ICH nun in Zukunft besser machen?“, „Wie werde ich dadurch besser beziehungsweise was kann ich verbessern an meinem Denken und Verhalten?“ oder „Was ist das Gute daran, dass das jetzt passiert?“

Du bist nicht schuld an dem, was Dir passiert, aber verantwortlich

Eigenverantwortung bringt Dich in die Aktivität und verhindert eine passive Opferrolle, in der Du Dich lediglich selbst bemitleiden kannst. Es geht darum, den Fokus bei Dir zu behalten und Deinen eigenen Lernanteil an der Problematik zu erkennen. Denn Fakt ist: Nicht an allem was Dir im Leben passiert bist Du schuld. Doch für alles was Dir passiert, bist Du verantwortlich. Denn es gibt einen Grund, warum Dir das passiert und eine Botschaft für Dich. Probleme sind Handlungsaufträge!

Hauptgrund für eine Opferhaltung ist Faulheit

Wer anderen die Schuld gibt, muss selbst nichts tun und nichts verändern. Die Umstände oder die anderen müssten sich ja verändern. Dieses Täter-Opfer-Spiel führt dazu, dass viele Menschen sich nicht mehr weiterentwickeln. Sie resignieren, warten ab, hoffen auf bessere Zeiten und fangen an, sich bestimmte Umstände zu wünschen. Doch „Wünschen“ ist das Gegenteil von Aktivität und wirklichem Wollen. Wer sich etwas wünscht, der wartet auf die Erfüllung des Wunsches, wer etwas wirklich will, wird dafür aktiv und holt es sich!

Gib’ die Macht und Kontrolle über Dein Leben nicht in fremde Hände!

Stell Dir vor, es gibt einen Verwandten, der Dich total nervt und zwar jedes Mal, wenn Du ihn oder sie siehst. Spielst Du das Opfer, ist Dein Verwandter am Drücker. Er müsste ja sein Verhalten verändern, damit Du nicht mehr genervt bist, nicht wahr? Damit gibst ihm alle Macht. Du übergibst ihm bildlich gesprochen eine Fernbedienung, mit er Deine Knöpfe drücken kann wie er will. Er kann Deine sämtlichen Gefühle steuern und kontrollieren. Diese Fernbedienung ist ein sehr machtvolles Werkzeug und sie gehört ausschließlich in Deine Hände. Frage Dich in jeder Situation Deines Lebens die Dir schlechte Gefühle gibt, ob Du nicht gerade Deine Fernbedienung abgegeben hast.

Wenn Du mehr über dieses Thema erfahren willst, kannst du dir meinen ausführlichen Podcast zum Thema anhören

iTunes (für Apple User): http://apple.co/2iO23bF
Libsyn (für Nicht-Apple-User): http://steffenkirchner.libsyn.com/

Oder noch besser, Du kommst in mein zweitägiges Lebensstark-Seminarevent, bei dem Du unheimlich viel Spaß haben und sehr wertvolle, tiefgründige Erkenntnisse über Dich und Dein Leben mitnehmen wirst.

www.lebensstark-seminar.de

Viele Grüße, Dein Steffen Kirchner

 

2 Gedanken zu „Wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du die Macht

  1. Sehr geehrter Herr Kirchner!

    In Ihrem Artikel „Wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du die Macht“ führen Sie unter „Du bist nicht schuld an dem, was Dir passiert, aber verantwortlich“ an:

    „Denn Fakt ist: Nicht an allem was Dir im Leben passiert bist Du schuld. Doch für alles was Dir passiert, bist Du verantwortlich. Denn es gibt einen Grund, warum Dir das passiert und eine Botschaft für Dich“.

    Dazu meine Frage? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Wie kommen Sie zu solch einer Frechheit und nehmen sich auch noch das Recht, diese zu publizieren? Auch wenn Sie schreiben, dass ich im Leben nicht an allem schuld bin, was mir passert – schön und gut – aber was gibt Ihnen das Recht zu schreiben, dass man aber dafür verantwortlich sei???

    Schon klar, ich muss auch immer bei mir die Verantwortung suchen bzw. mein Handeln und Tun hinterfragen und darf nicht stets meine Umwelt dafür verantwortlich machen – gar keine Frage, nur wie sind Sie auf die Blödheit gekommen, dass ich, und das haben Sie pauschal geschrieben, grundsätzlich für das, was mir passiert, verantwortlich bin?

    Gehen Sie in sich und denken einmal über diesen Unfug nach, den andere vielleicht auch noch glauben. Wenn ich überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen werde, dann soll ich auch dafür die Verantwortung tragen und das als „Botschaft“ sehen? Was haben Sie zu sich genommen, um auf diesem „Level“ zu sein?

    Werden Sie es verstehen? Nein, weshalb auch? Sie betreiben eine Website, wo Sie ungestraft so einen Unfug von sich geben können und haben dafür auch noch eine Bühne. So etwas sollte verboten werden. Leider geht das offensichtlich nicht.

    Wie dem auch sei – ich werde nichts bewirken, aber ich habe wenigstens das mitgeteilt, was schon längst passiert sein hätte sollen.

    • Lieber Herr Kager,
      danke für den sehr „respektvollen“ Kommentar :-) Ich habe ihn gerne veröffentlicht, da mir die Leute in meiner Community immer nicht glauben, dass ich derartige Zeilen in diesem Ton tatsächlich ab und an von vereinzelten Personen bekomme. Wie Sie wunderbar zeigen, entspricht auch diese Umgangsform vereinzelt der Realität :-)

      Nun zur Sache:
      Sie scheinen tiefe Aggressionen in sich zu tragen. Womöglich auch einfach Enttäuschung, Trauer und Frust. Das tut mir leid für Sie und aus diesem Grund nehme ich Ihre Anfeindungen und Beleidigungen auch tatsächlich nicht persönlich. Die Art und Weise wie man mit anderen spricht, ist immer eine Reflektion darauf, wie man sich selbst fühlt. Aus diesem Grund haben Sie mein Mitgefühl und ich wünsche Ihnen wirklich, dass Sie hier wieder mehr Ihren inneren Frieden finden.

      Gerne gebe ich an dieser Stelle nochmal eine kleine inhaltliche Nachhilfe. Offenbar verwechseln Sie die Worte „Schuld“ und „Verantwortung“. Im Wort „Verantwortung“ steckt das Wort „Antwort“. Verantwortung zu übernehmen bedeutet also nicht, dass man an etwas Schuld ist oder kausal etwas verursacht hat. Es bedeutet, dass man in der Verantwortung ist, damit umzugehen und somit also darauf ANTWORTEN muss. Nehmen wir also Bezug auf Ihr angeführtes Beispiel: Wenn man ausgeraubt oder zusammengeschlagen wird, ist man natürlich nicht Schuld oder gar rechtlich „verantwortlich“ für diese Straftat. Die Verantwortung ist niemals eine einseitige Sache. Der Täter trägt in diesem Fall die kausale Schuld und somit in der Folge auch die Verantwortung für sein Handeln. Er wird für seine Taten auf mehreren Ebenen „bezahlen“ müssen. Aber auch das Opfer hat natürlich eine Verantwortung bei der Sache. Nicht in dem Sinne, dass das Ganze passiert ist, sondern vielmehr dahingehend, wie damit jetzt umzugehen ist.

      Schauen Sie, nehmen wir das Beispiel von einer Mutter, deren Kind auf offener Straße erschossen wird. Ist sie schuld daran? Gehen wir davon aus, dass sie damit nichts zu tun hatte und den Täter nicht kannte. Die Schuld-Frage ist also ganz klar mit NEIN zu beantworten. Hat sie nun aber eine Verantwortung? Definitiv JA. Nämlich erstens z.B. für den Rest ihrer Familie. ZWeitens natürlich auch für sich selbst. Denn durch so einen Vorfall kann man selbst zum Mörder werden, oder einer Depression uvm. verfallen. Man kann auf diesen Vorfall aber auch anders antworten. Ich kenne eine Frau, der genau sowas widerfahren ist. Ihre Antwort war, eine Hilfsorganisation für Eltern zu gründen, die ihre Kinder auf ähnlich dramatische Weise verloren haben und nun seelisch begleitet werden, um den Verlust so gut wie möglich zu verarbeiten. Der Tod ihres Kindes war für sie die Initialzündung, um mit Hilfe für andere zu reagieren, anstatt mit Hass auf den Täter, oder Männer bestimmter Hautfarben bzw. Religionen. Dadurch hat sie mittlerweile über 5.000 Eltern helfen und womöglich sogar vereinzelt deren Leben retten können. Sie hat Verantwortung übernommen.

      Kurzum: Wir tragen natürlch für alles die Verantwortung im Leben, was uns passiert. Denn wir haben die Aufgabe, mit den Dingen die uns widerfahren, auf die Zukunft gesehen so gut wie möglich umzugehen und aus ALLEM was uns passiert etwas Gutes zu machen. Wer sich dieser Verantwortung nicht stellt und lieber die Schuldigen sucht und mit Hass bedenkt, handelt verantwortungslos sich selbst gegenüber – und übrigens auch allen anderen gegenüber, die von seiner Erfahrung hätten profitieren können.

      Herzliche Grüße, Steffen Kirchner

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