3 Tipps, wie Du jedes Motivationsloch überwindest

Heute zeige ich Dir drei konkrete Strategien, um aus einem Motivationsloch wieder herauszuspringen, falls Du einmal hineingefallen bist. Jeder von uns steckt ab und an mal in einem Motivationsloch. Doch wenn Du Deinen Geist, Deinen Körper und Deine Sprache richtig verwendest, kannst Du diese Antriebslosigkeit definitiv überwinden. Und nicht nur das! Du kannst sogar im Vorfeld schon dafür sorgen, nicht in lauernde Motivationslöcher hineinzufallen.

Tipp Nummer 1 gegen Dein Motivationsloch:

Um aus einem Motivationsloch herauszukommen, musst Du als erstes Deinen  körperlichen Zustand verbessern. Wer seinen Körper aktiviert, erhöht sein Energielevel. In der Folge verändert sich auch Deine Biochemie, was Dein Körpergefühl sofort spürbar verbessert. Das wiederum wirkt sich positiv auf Deine emotionale und geistige Verfassung aus. Menschen, die in einem Motivationsloch stecken, verspüren häufig ein Körpergefühl von Müdigkeit oder Trägheit. Um eine Aufgabe gezielt in Angriff zu nehmen, braucht es mehr Aktivität und Energie. Versetzte Deinen Körper daher in einen aktiven Zustand – also in Bewegung. Gehe in einen Sportclub, jogge oder gehe draußen spazieren. Wenn es schnell gehen muss, bietet sich ein Mini-Krafttraining von 10 Minuten mit ein paar Sit-ups, Sprüngen, Liegestützen, Kniebeugen und Stretching von Beinen und Armen an.
Du bist ein Sportmuffel? Dann hier mein Spezialtipp für Dich:Tanze! Nicht gleich öffentlich oder in Kursen – das ist alles viel zu kompliziert. Wir brauchen schnelle Lösungen, um Motivationslöcher zu überwinden. Fange sofort an: Dreh Deine absolute Lieblingsmusik zuhause richtig laut auf und singe, tanze, springe dazu. Du darfst ruhig ein bisschen kindisch dabei sein und wie ein Kind spielen. Wer spielt hat Spaß. Und Spaß ist das beste Sprungbrett, um aus einem Motivationsloch herauszukommen.

Ganz gleich, wofür Du Dich nun entscheidest: Sorge dafür, dass Du Deinen Körper aktivierst und in einen Zustand von hoher Energie bringst. Diese Energie wird Dir helfen, Dein Vorhaben anzupacken. Das Beispiel der Rugby-Nationalmannschaft von Neuseeland zeigt, wie effektiv eine solche Methode funktioniert. Mit ihrer Interpretation des HAKA, eines ursprünglichen Kriegstanzes, den die Spieler vor jedem Spiel durchführen, sorgen sie für Energie, Kampfbereitschaft und Siegeswillen. Hier siehst Du ein Video des HAKA Rituals.

Tipp Nummer 2 gegen Dein Motivationsloch:

Verändere Deinen Fokus. Motivationslöcher entstehen, wenn wir negative Gedanken im Kopf haben und uns auf negative Aspekte konzentrieren, die uns Energie rauben anstatt geben. Oft sind es schon die ersten Minuten am Tag: Man steht schlecht gelaunt auf, weil man sich Sorgen über die Schwierigkeiten macht, die einen an diesem Tag erwarten: ein unangenehmes Meeting, eine Prüfung, eine schwierige Verhandlung oder ein heikles Telefonat. Wenn wir uns auf solche Hürden fokussieren, entstehen in unseren Köpfen negative Bilder, die wiederum für eine Störung unserer inneren Biochemie sorgen. Die vom Körper ausgeschütteten Stoffe zerstören unsere Energie und führen zu Motivationslosigkeit.

Daher mein Tipp: Nutzen Deine Vorstellungskraft, am besten morgens, bevor Du aufstehst oder wenn Du unter der Dusche stehst. Gehe Deinen Tag im Geiste so durch, wie er optimal ablaufen sollte. Gehe alle wichtigen Situationen wirklich intensiv und ggf. sogar mehrfach durch und stelle Dir diese bildlich vor. Nicht nur denken, sondern tatsächlich in der Fantasie sehen und fühlen! Dies sorgt ebenfalls für eine aktive Veränderung des biochemischen Cocktails in Deinem Körper. Damit programmierst Du Deinen Geist und Körper auf Erfolg. Ein anderes hilfreiches Morgenritual ist es, direkt nach dem Bad (also noch vor dem Frühstück) drei Dinge zu notieren, für die Du heute dankbar bist und auch drei Dinge, für die Du im Rückblick auf gestern dankbar warst. Das können Aktivitäten und Erlebnisse sein oder auch Menschen, die Du treffen wirst bzw. am Vortag getroffen hast. Es können große, aber auch kleine Dinge sein. Finde täglich drei Punkte, die Dir Freude machen und ein gutes Gefühl geben und schreibe diese auf Deinen Dankbarkeitszettel. Du wirst sehen: Mit so einem Ritual startest Du ganz anders in den Tag und vermeidest im Vorfeld schon die Entstehung von dem ein oder anderen Motivationsloch.

Tipp Nr. 3 gegen Dein Motivationsloch:

Überliste Dich (und Dein Motivationsloch) selbst mit dem 5-Minuten-Deal. Falls Du eine Aufgabe vor Dir herschiebst, ist dieser Deal die perfekte Lösungsstrategie: Du verpflichtest Dich selbst, heute genau fünf Minuten Zeit zu investieren, um die ungeliebte Aufgabe in Angriff zu nehmen. Wenn Du nach diesen 5 Minuten noch immer die gleiche Ablehnung bzw. Unlust spürst, darfst Du damit wieder aufhören. Sollte sich Dein Gefühl zu der Aufgabe in diesen fünf Minuten verbessern, mach weiter. Der 5-Minuten-Deal gibt Dir also die Erlaubnis, die ungeliebte Tätigkeit einfach nach diesem kurzen Zeitpunkt wieder zu beenden. Es gibt sozusagen einen „Notausgang“, der in absehbarer zeitlicher Entfernung liegt. Das Tolle an dieser Übung ist: Meist ist nur der Anfang sehr schwer. Der Anschub einer Sache kostet immer mehr Energie, als die Tätigkeit am Laufen zu halten. Bist Du erst einmal dabei, ist das Ganze meist gar nicht mehr so schlimm. Oft stellt sich innerhalb dieser wenigen Minuten sogar ein Gefühl von Stolz ein, weil Du Dich endlich überwunden hast. Diese Überwindung zahlt auf Dein Selbstbewusstseins-Konto ein, und Dein Körper schüttet sehr schnell Dopamine, also Belohnungsstoffe aus. Diese biochemische Belohnung hilft, das Ganze bis zum Ende durchzuziehen. Die Erfahrung zeigt: Wer einmal ein paar Minuten mit etwas anfängt, bringt die Tätigkeit auch in über 90% aller Fälle zu einem guten Ende.

2 Gedanken zu „3 Tipps, wie Du jedes Motivationsloch überwindest

  1. Hi Steffen,
    durch Hulk 2015 (meistgehörtes Video) wurde ich auf dich aufmerksam. Das hier war der erste Artikel den ich las und ich habe Tipp 2 gleich ausprobiert.
    Gestern Abend war schlimm, 1000 Dinge im Kopf was man tun könnte / möchte / sollte / muss => keinen Fokus => Ich landete vorm TV.
    Jetzt nach der Übung was gestern gut war (Dankbarkeit) und wie der Tag heute optimal laufen könnte, bin ich motiviert und vor allem: Der Fokus ist klar.
    Danke.
    Gruß Mario

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