Wie Du aus der Rolltreppen-Mentalität ausbrichst

Kennst Du Menschen, die sofort stehen bleiben, sobald sie sich auf einer Rolltreppe befinden? Aufgrund meiner Arbeit verbringe ich viel Zeit an Flughäfen und kann dieses Phänomen beobachten. Die Menschen eilen mit schnellen Schritten durch die Gänge, doch sobald sie auf einer Rolltreppe ankommen, bleiben sie sofort stehen. Natürlich ist es bequem, aber sie kommen deutlich langsamer voran. Wenn sie mit der gleichen Geschwindigkeit weitergehen würden, wären sie viel schneller am Ziel. Heute zeige ich Dir, wie Du aus dieser Rolltreppen-Mentalität ausbrechen kannst! Denn auch Du leidest genau wie jeder andere daran.

In dem Moment, in dem ein Mensch „automatisch“ von außen angetrieben und unterstützt wird, hört er meistens auf, sich selbst in Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu bewegen. Er lässt sich ganz einfach treiben. Auch das ist ein evolutionäres Programm, denn unser Körper ist auf Energie sparen ausgelegt. Ich persönlich nenne dieses Phänomen die Rolltreppen-Mentalität“

Stand-by-Modus

Die Rolltreppen-Mentalität beschreibt den Vorgang, dass Menschen aufhören sich selbständig fortzubewegen, in dem Moment, in dem sie von der Rolltreppe automatisch vorwärts transportiert werden. Unser Gehirn ist nämlich darauf aus, Energie zu sparen. Es will so oft es geht in den Stand-by-Modus. Warum ist die Rolltreppe erfunden worden? Ist sie erfunden worden, um mit dem gleichen Aufwand plötzlich doppelt so schnell voran zu kommen?

Genau das gleiche Problem ergibt sich in unserer Gesellschaft in anderen Bereichen. Arbeitslosenhilfe vom Staat, oder eine Jobvermittlung durch die Agentur für Arbeit nehmen automatisch einige Probleme ab, bei denen man sich eigentlich selber bewegen müsste, wenn man wirklich überleben bzw. weiterkommen will (unabhängig davon, dass natürlich für manche Menschen eine erste Unterstützung in Ausnahmefällen vorübergehend sinnvoll sein kann).

Ausbremsen der Weiterentwicklung

Das betrifft auch die eigene Weiterentwicklung. Viele Menschen könnten arbeiten, wenn sie denn nur wollten. Aber dadurch, dass ihnen automatisch etwas gegeben wird, wird diese Rolltreppen-Mentalität im Kopf gestartet. Wann hört ein Mensch tatsächlich auf zu gehen? Nicht jeder hört auf zu gehen oder geht langsamer auf der Rolltreppe.

Gruppenzwang Rolltreppen-Mentalität

Es gibt zwei Faktoren, die es beeinflussen. Beobachte ganz einfach einmal, wenn Du das nächste Mal eine Rolltreppe siehst:

Wie viele Menschen stehen schon auf der Rolltreppe und wie viele bewegen sich darauf?

Wir tun oftmals das, was die anderen tun. Wenn viele Leute auf dem Rollband am Flughafen noch gehen, gehst Du auch strammen Schrittes weiter. Stehen sie, stellst Du Dich ebenfalls hinten an.

Wir adaptieren das Verhalten anderer. Die Aktivität Deines Umfeld gibt Deine eigene Aktivität vor. Du bist der Durchschnitt der Menschen, mit denen Du Dich umgibst. Das stimmt natürlich nicht immer, aber trifft oft genug zu.

Wenn Du das Gefühl hast, dass in Deinem Leben die meisten Leute auf der Rolltreppe stehen, dann spring runter! Lauf daneben her. Selbst wenn die anderen sagen: „Spinnt der jetzt?“ Vielleicht hast Du es selbst schon erlebt: Ab und zu sind diejenigen sogar schneller, die die normale Treppe statt der Rolltreppe nutzen. Und die auf der Rolltreppe gucken dann ganz böse, weil sie nicht überholt werden wollen.

Also prüfe Dein Umfeld auf

  • Rolltreppennutzer, die sich nicht bewegen
  • Treppensteiger, die Eigeninitiative übernehmen und etwas bewegen

Der zweite Faktor, den man an Flughafen sehr schön beobachten kann, sind die Leute, die kein Ziel haben oder auch zu viel Zeit haben. Sie vertrödeln ihre Zeit und versuchen sich über den Tag zu retten. Das ist wahnsinnig interessant, wenn Menschen kein Ziel haben, irren einfach umher und stellen sich ohne Ziel auf die Rollbänder.

Nutze Potenziale

Sieh die Rolltreppe als ein Potenzial, um schneller voran zu kommen. Es geht nicht um die Frage, ob Du die Rolltreppe benutzt oder nicht. Wenn Du Abkürzungen findest oder Menschen und Systeme, die Dir Rückenwind geben, dann nutze sie. Bloß die Art der Benutzung der Rolltreppe ist oftmals falsch. Wenn Du Dein Ziel vor Augen hast, dann lauf. Gerne auch die Rolltreppe hoch, aber lauf!

Denn diejenigen, die ohne Rolltreppe laufen, kommen schneller voran als diejenigen, die darauf nur stehen bleiben.

Dein Steffen Kirchner

PS: Du möchtest mehr für Dich und Deine Weiterentwicklung tun? Dann komm zu meinen Seminaren und schau am besten mal bei der ERFOLGSOFFENSIVE vorbei.

Du willst mich als Deinen Mentor? Hier bekommst Du die Möglichkeit Fragen direkt an mich zu stellen: https://www.upspeak.de/de/steffenkirchner

Ein Gedanke zu „Wie Du aus der Rolltreppen-Mentalität ausbrichst

  1. Wie die Bezeichnung doch besagt handelt es sich um eine Rolltreppe. Warum sollte man sich auf einer Rolltreppe bewegen? Eigentlich bewegt man sich doch dann wenn man festgestellt hat in die nicht gewünschte Richtung zu rollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.