So vermeidest Du emotionale Fehlentscheidungen

Bild: Andrea Piacquadio (pexels.com)

Hast Du auch schon einmal eine Entscheidung bereut? Lass mich raten: Die Antwort lautet „Ja“. Denn jeder Mensch hat wohl schon eine Entscheidung aus starken Emotionen heraus getroffen und sie im Anschluss bereut. Dabei können wir wĂ€hrenddessen nicht klar denken und die Folge sind emotionale Fehlentscheidungen. GefĂŒhle sind wichtig, aber nicht wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Ich möchte Dir deswegen heute zeigen, wie Du deine GefĂŒhle im Leben akzeptieren, annehmen und auch leben kannst, sie nicht verdrĂ€ngst und trotzdem bessere Entscheidungen triffst. Lass uns loslegen!

Hör nicht auf Deine GefĂŒhle: Emotionale Fehlentscheidungen vermeiden

Ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst, ĂŒber GefĂŒhle nachzudenken oder vielleicht eher ĂŒber den Sinn von GefĂŒhlen. Denn nur so kannst Du emotionale Fehlentscheidungen zukĂŒnftig vermeiden. Gleich zu Beginn möchte ich Dir heute eine kurze persönliche Geschichte erzĂ€hlen, die Dir zeigen soll, warum Du nicht Deinen GefĂŒhlen folgen solltest.

Es liegt ungefĂ€hr 15 Jahre zurĂŒck. Ich habe damals (2007) im Management in der Volleyballbundesliga gearbeitet. Ich war Teil der GeschĂ€ftsfĂŒhrung eines Volleyball Bundesligaclubs. Es war eine tolle Zeit und ich habe dort sehr, sehr viel gelernt. Aber meine große Liebe war nicht Volleyball und auch nicht der Beruf des Managers. Meine große Liebe war die Psychologie und war es Menschen zu helfen. Ich wollte ihnen helfen als Coach. Ich habe nebenbei schon Einzelcoachings gegeben, aber das war alles nicht zu 100 Prozent befriedigend. Und so hatte ich immer das GefĂŒhl, ich wĂŒrde gerne mehr Menschen erreichen, aber wusste nicht so recht wie.

Jahre zuvor hatte ich einen Vortrag gesehen von einem professionellen Redner: Thomas Bach. Das ist ein ganz toller Mentaltrainer Kollege und der hat da ĂŒber seine Themen gesprochen, wie er zum Beispiel mit den Sportlern arbeitet usw. Das fand ich damals total faszinierend. Ich war absolut begeistert, wie der da auf der BĂŒhne ĂŒber diese Themen spricht und die Menschen inspiriert hat. Und ich hab mir damals gedacht: „Krass, das ist ja ein Traumberuf.“ Im Anschluss hab ich das Erlebnis allerdings vergessen und habe meine Sportkarriere weiter verfolgt und bin irgendwann ins Sportmanagement gewechselt.

Mein eigener Weg

Irgendwann erinnerte ich mich dann doch an dieses erhellende Erlebnis und fragte mich, ob das nicht ein Weg fĂŒr mich sein könnte. Also nicht nur eins zu eins mit Leuten zu arbeiten wie im Coaching, sondern tatsĂ€chlich auf eine BĂŒhne zu gehen und mit Menschen zu arbeiten bzw. sie zu inspirieren in VortrĂ€gen. Das Problem war zu der Zeit: Wahnsinnige Angst vor dem öffentlichen Sprechen und wenig Selbstbewusstsein. Alleine bei dem Gedanken, mich jetzt vor eine Gruppe von Menschen (und eine Gruppe waren damals mehr als zwei Menschen) und dann ĂŒber welches Thema auch immer zu sprechen – das hat mich einerseits begeistert und andererseits hat alles in mir „Nein!“ geschrien Also alle möglichen Stimmen aus meinem Inneren haben gebrĂŒllt: „Schöne Idee, aber lass das mal besser die anderen machen.“

Irgendwas in meinem Inneren hat mich aber dazu bewegt, diesen Gedanken nicht aufzugeben. Der Gedanke kam immer wieder. Das war mein Weg und es war wie so ein (mentaler) Ohrwurm. Also ein Gedanke, der wie ein Lied, wenn Du es einmal hörst, nicht mehr aus dem Kopf geht. Wenn diese mentalen OhrwĂŒrmer ĂŒber einen gewissen Zeitraum öfter und regelmĂ€ĂŸiger kommen, dann hat das seinen Sinn, dann ist es eine Botschaft des Lebens. Und ja, so war es dann bei mir auch. Das Problem ist nur: „Wo soll ich denn jetzt reden? Mich bucht doch so abrupt niemand.“ Na ja, dennoch habe ich mich im Jahr 2008 entschieden, mich als Mentalcoach von Profisportlern selbststĂ€ndig zu machen. Deswegen musste natĂŒrlich auch Werbung her – die Leute sollten wissen, dass es mich gibt.

Ein Vortrag erschien mir da eine gute Idee. Und so organisierte ich einen in einem Kinosaal in meiner Heimatstadt Vilsbiburg (einer kleinen Gemeinde mit 10.000 Einwohnern). Naiv wie ich war, habe ich den grĂ¶ĂŸten Kinosaal gebucht, der hatte 160 PlĂ€tze. Der Vortrag hieß „Wecke den Gewinner in Dir“ oder so.  Zwei Stunden Vortrag? Kleinigkeit, mal so zwei Stunden etwas erzĂ€hlen vor wildfremden Menschen und die bezahlen dafĂŒr auch noch? Ähm ja, wird schon. Ich sag’s Dir ganz ehrlich, der Tag kam immer nĂ€her und das Ding war ausverkauft. Mein Gott war ich nervös! Ich musste dreimal aufs Klo. Ich habe mich halb erbrochen. Ich hatte panische Angst und ich stand dann irgendwann so zehn Minuten Viertelstunde vor diesem Vortragsstart ganz alleine im Gang zur BĂŒhne und ich hab mich wie der einsamste und kleinste Mensch auf der Welt gefĂŒhlt.

Foto: Bence Szemerey (pexels.com)

Und wieder hat alles in mir geschrien: „Das kannst du nicht. Das wird eine Katastrophe. Was ist, wenn du versagst? Du gehörst nicht auf eine BĂŒhne. Fange doch mal langsam an.“ Und ich fragte mich nur noch warum ich das tue. Meine GefĂŒhle waren ein einziges Chaos. Und dann bin ich da raus gegangen. Mit schlotternden Knien und mir wurde schwarz vor Augen. Ich habe es aber ĂŒberstanden und bin stehengeblieben. Ich habe diesen Vortrag gehalten, auch wenn er nicht besonders gut war, aber es war ein Start. Als ich dann fertig war mit diesem Vortrag, gab es einen SchlĂŒsselmoment. Ich war ganz allein in diesem großen Kinosaal. Und wĂ€hrend ich aufrĂ€umte, dachte darĂŒber nach wie sehr ich das jetzt verkackt habe, weil es einfach noch nicht gut war. Doch es gab da noch etwas anderes in mir, das gesagt hat: „Respekt, dass du das gemacht hast. Du musst noch viel lernen, dann klappt das auch besser.“ Ich hatte auch irgendwie Lust drauf, das zu trainieren und eine leiste Stimme flĂŒsterte: „So, das versuchen wir nochmal!“

Und am nĂ€chsten Tag bin ich ganz frĂŒh aufgestanden und habe den Vortrag ĂŒberarbeitet. Wenige Monate spĂ€ter hab ich den Vortrag nochmal gehalten und zwar am gleichen Ort. Der Kinosaal war wieder ausverkauft. Und dieses Mal lief es schon viel besser 


Vertraue Deinen GefĂŒhlen nicht blind

Warum erzĂ€hle ich Dir diese Geschichte? Ganz einfach, weil ich Dir sagen möchte, dass Du verloren bist, wenn Du nur auf Deine GefĂŒhle hörst. Emotionale Fehlentscheidungen sind so vorprogrammiert. Denn dieses BauchgefĂŒhl, von dem jeder spricht, kann auch ein VerrĂ€ter sein. GefĂŒhle können miese VerrĂ€ter sein, denn GefĂŒhle sind ein bisschen wie das Wetter. Sie sind wahnsinnig wechselhaft. Und GefĂŒhle sind sehr stark beeinflussbar von ganz vielen Faktoren außen rum.

Foto: Anna Shvets (pexels.com)

Ich habe bei meinen Seminaren eine tolle Übung, wo ich den Leuten ein Video zeige. Und dieses Video zeigt zweimal hintereinander die gleichen Szenen. Am Anfang ist der Film mit verschiedenen schrillen Tönen, wie ein Horrorfilm. Und danach kommt der gleiche Film noch mal mit einer harmonischen Musik. Diese Videos werden nur aufgrund der Hintergrundmusik anders war genommen und bewertet. Erst negativ und aggressiv und dann freundlich und schön. Das heißt, Disharmonie und Harmonie sind innere emotionale ZustĂ€nde, die erzeugt werden durch bestimmte Einflussfaktoren von außen. Und dementsprechend nimmst Du dann auch die Umwelt wahr und triffst andere Entscheidungen oder hast eine ganz andere Perspektive und Bewertung der Dinge. Wir sollten unseren GefĂŒhlen auch zuhören, ganz klar. Eine innere Stimme kann Dich auch anspornen, wie z.B. bei VersagensĂ€ngsten. Aus einem „Verkack das nicht!“ wir dann ein Motivator, sich gut vorzubereiten und das Ding zu rocken. Diese Stimmen wollen Dir nichts Böses, sie passen auf Dich auf und treiben Dich an.

Ich empfehle Dir deshalb, nicht einfach Deinen GefĂŒhlen blind zu folgen, denn das hörst Du heutzutage ganz oft in dieser Hobby Alltagspsychologie. Wenn Du immer auf deine GefĂŒhle hörst, wirst Du nie StabilitĂ€t in Dein Leben bekommen, weil GefĂŒhle eben wechselhaft sind.

„Entweder Du bist Meister oder Du bist Sklave Deiner GefĂŒhle.“

Es geht also darum, GefĂŒhle zu meistern und der Meister Deiner GefĂŒhle zu sein, also sie wahrzunehmen und sie positiv zu nutzen. Denn wenn ein Mensch seinem Seelenweg folgt, wird er vom Leben unterstĂŒtzt und kann emotionale Fehlentscheidungen vermeiden.

Und wenn Du im Leben die Erfahrung machst, das GefĂŒhl hast oder gerade in einer Situation bist, wo Dir stĂ€ndig KnĂŒppel zwischen die Beine geworfen werden, dann ist es der Hinweis des Lebens, dass Du auf dem falschen Weg bist. Wenn Du anfĂ€ngst, wirklich deinen Weg zu gehen, obwohl er nicht leicht ist, dann wird es zunehmend leichter und besser. Schwierige und manchmal auch schlechte Erfahrungen sind ein Teil Deines Weges, deshalb versklave Dich nicht von Deinen GefĂŒhlen und verpasse keine Chancen dadurch.

Menschen suchen immer nach dem, was ihnen emotional fehlt. Und das ist nicht nur in einer Partnerschaft so. NatĂŒrlich gibt es irgendwann Reibereien in einer Partnerschaft, Anerkennung fehlt und auch ein liebevollerer Umgang im Alltag und so kommt das GefĂŒhl auf, dass etwas fehlt. Das ist der Zeitpunkt, wo viele Menschen ihre Beziehungen ĂŒberdenken, sie beenden oder auch andere Menschen kennenlernen, die ihnen vermeintlich das Fehlende bieten können, nur um dann irgendwann spĂ€ter festzustellen, dass ihnen wieder etwas fehlt. Ein Teufelskreis.

Die Stimme Deiner Seele

Lerne deshalb, die Stimme deiner Seele zu wahrzunehmen, um emotionale Fehlentscheidungen zu vermeiden. Aber wie zum Kuckuck nehme ich denn jetzt die Stimme der Seele wahr? Ich versuche es Dir zu erklÀren.

„Du bist Deine Seele!“

Du bist Deine Seele! Ich empfehle Dir deshalb zu lernen, wie Du in Kontakt mit Deiner Seele kommst und sie hörst. „Wie denn Steffen?“, höre ich Dich fragen.

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine fĂŒr mich am besten wirksamsten ist eine Bewusstseinstechnik, die Dir hilft, von Deinem Tagesbewusstsein tiefer abzutauchen. Stell Dir das vor wie einen wogenden Ozean, also eine stĂŒrmische See. Oben, ĂŒber den Wellen ist es stĂŒrmisch und unter Wasser bekommst Du vom Sturm nichts mehr mit. Lernen also abzutauchen in tiefere Bewusstseinsschichten, dann kannst Du wieder Ruhe finden und dann lernst Du auch, Deine Seelenstimme wieder wahrzunehmen. Und das kann jeder!

Foto: Ekrulila (pexels.com)

Also der Ozean ist ein ganz gutes Bild, weil es so eine Art Strömung unter Wasser gibt, die Dich zu Deinem Weg treibt. Die Seele hat keine Stimme, im Sinne von einem hörbaren Satz oder es ist eben kein GefĂŒhl, sondern es ist eine Bewegung in eine bestimmte Richtung. Also so wie bei mir damals. Meine Seele hat mich einfach auf diese BĂŒhne gezogen. Irgendwas hat mir gesagt: „Da willst du hin.“ Deswegen ist es so wichtig eine Technik zu erlernen, mit der Du mit Deiner Seele kommunizieren kannst. Ansonsten wirst Du immer wieder emotionale Fehlentscheidungen treffen.

Wenn Du von mir und mit mir lernen möchtest wie das geht, dann möchte ich dir an der Stelle mein persönliches Mentoring Programm empfehlen. Das Steffen Kirchner Mentoring ist ein ganz neues Programm, wo ich Menschen zwölf Monate lang begleite. In diesen zwölf Monaten lernst Du ganz viel Wissen und viele verschiedene Techniken. Aber unter anderem lernst Du eben auch dort im Rahmen meines Inner Programming Prozesses eine Technik, die Dir hilft, auf diese tiefste Bewusstseinsstufe zu kommen. Und am Anfang sind es vielleicht nur fĂŒnf oder zehn Sekunden, wo Du diesen Kontakt herstellen kannst, aber mit etwas Training wird das zunehmen mehr. Und dann bekommst Du (wieder) Zugang zu deiner Seele und nimmst deine GefĂŒhle auf Deinen Weg mit und hast dabei Orientierung in Deinem Leben und triffst Deine Entscheidungen. Das Mentoring Programm kannst Du nicht kaufen, sondern darauf musst Du Dich ein bisschen bewerben und mit meinem Team oder mir telefonieren, damit wir uns kennenlernen und auch klar kriegen, ob das fĂŒr Dich das Richtige ist.

Ich wĂŒnsch Dir jetzt einfach viel Erfolg bei der Kontaktaufnahme zu deiner Seele und vermeide emotionale Fehlentscheidungen auf Deinem Weg dorthin.

Dein Steffen Kirchner

PS:

Wenn Du Dein Leben auf ein neues Level bringen möchtest, biete ich verschiedene Seminar-Events fĂŒr Dich an. Inhalte, Termine und Teilnehmerstimmen findest Du hier.

Dort findest Du auch Informationen zum Steffen Kirchner LIFE CLUB, in dem Du tÀgliche Begleitung durch mich und meine Coaches bekommst, damit Du in die Umsetzung kommst und nicht auf halbem Weg der Alltag dazwischen kommt.

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