Erfolg oder nicht? Mentaltraining macht den Unterschied

Mentale Stärke MentaltrainingMentaltraining überzeugt vor allem im Sport mit wahnsinnigen Ergebnissen und einer enormen Leistungssteigerung. Mentale Stärke entscheidet nicht nur im Sport über Sieg oder Niederlage, sondern auch über den Erfolg in unserem Leben.

Für Fünftausendstel einer Sekunde berührt beim Tennis der Schläger den Ball. Das ist der Durchschnittswert für einen Schlag. Bei einem intensiven Dreisatzmatch, das über zweieinhalb Stunden geht, kommt man ungefähr auf 800 Schläge. Rechnen wir das hoch, kommen wir so auf gerade einmal vier Sekunden, in denen der Schläger den Ball berührt.

Tennis wird in den Pausen entschieden

Vorhand, Rückhandslice oder Fitness – zum Erfolg gehört mehr als die richtige Technik. Viel entscheidender ist, was in den Momenten zwischen den Ballkontakten passiert. Entscheidend ist die mentale Stärke. Auch im Leben ist es wichtig „Pausen“ zu nutzen, um sich auf die entscheidenden Augenblicke in Leben und Business vorzubereiten.

Die deutsche Tennishoffnung Carina Witthöft hat die dritte Runde von Wimbledon erreicht nach einem mehr als schwachen Turnierauftakt. Das alleine schon eine große Leistung. Die Süddeutsche hat berichtet, dass dafür vor allem ihr Start mit Mentaltraining verantwortlich ist. „Der Kopf macht einen Riesenunterschied aus. Das ist eigentlich erschreckend“, sagte Sie der Presse. Wenn Du auch Lust auf erschreckend gute Ergebnisse hast und den Herausforderungen in Deinem Leben mit mentaler Stärke begegnen willst, solltest Du Dir die Methoden des Mentaltrainings zunutze machen. Hier drei wichtige Hinweise für Deine mentale Stärke.

  1. Kläre, welche Motive Dich antreiben

Was brauchst Du, um Gas zu geben? Bist Du im Sport oder im Job ein Wettkampftyp? Trainierst oder arbeitest Du lieber im Team? Die Motive, die Dich im Leben antreiben und aus denen sich Deine Persönlichkeit zusammensetzt, musst Du kennen, um erfolgreich zu sein ohne dabei auszubrennen oder den falschen Zielen hinterherzurennen.

Welche Ziele Du Dir setzt beeinflusst die biochemischen Prozesse Deines Körpers

 

Es ist nicht nur wichtig, dass die Ziele, die Du dir setzt wirklich DEINE Ziele sind, es gibt noch weitere Unterschiede. Ziele sind nicht gleich Ziele.

Es gibt Hin-zu-Ziele und Weg-von-Ziele

 

Konzentrierst Du Dich auf negative „Weg-von“-Ziele, wie ein Spiel nicht zu verlieren, nicht abzusteigen, beim nächsten Meeting nicht so schüchtern zu sein, dies und jenes nicht zu essen, setzt Du Deinen Fokus falsch. Kehre solche Ziele um in positive „Hin-zu-Ziele“. Dadurch entstehen ganz andere biochemische Prozesse im Körper, die Dir einen enormen Schub geben können. Nimm Dir Zeit, lebendige Visionen zu erschaffen: Wo willst Du mittel- bis langfristig hin? Nur so entsteht ein Bewusstsein für den Sinn der Tätigkeit.

Wer Leistung will, muss Sinn bieten

 

  1. Schalte Deine Emotionen aus

Du hast vielleicht schon oft den Ratschlag gehört, Dich vor wichtigen Wettkämpfen oder Situationen stark emotional positiv zu pushen, um Höchstleistungen zu erreichen. Davon rate ich Dir allerdings ab.

Positive und negative Emotionen kommen durch die gleiche Tür

 

Pushst Du Dich mit positiven Emotionen, lässt Du auch die Tür auf für negative Emotionen. Das kann sich fatal auswirken. Gerade in Situationen, in denen es wirklich drauf ankommt.  In solchen Situationen, sollte man seine Emotionen am besten eng an der Leine halten. Das gilt für sportliche Wettkämpfe wie für wichtige Situationen im Job. Dein Ziel sollte sein, einen Flowzustand zu erreichen, das heißt, Du bewertest Dein Verhalten und Deine Leistung in dem Zustand nicht, sondern konzentrierst Dich nur auf den Moment, voll konzentriert, aber im Autopilotmodus.

Spiele ohne Emotionen, aber mit Herz!

 

Beim Laufen kann das zum Beispiel bedeuten, dass Du Dir bei jedem dritten Schritt eine fortlaufende Zahl vorstellst, schön farbig und groß. Nach einiger Zeit schaltet der Kopf bei dieser monotonen Tätigkeit ab und man läuft aus dem Instinkt.

Rituale geben Dir Sicherheit

 

Wenn Du Dir hin und wieder Tennismatches ansiehst, fällt wie in kaum einem anderen Sport auf, dass jeder große Spieler seine eigenen „Marotten“ hat. Es sind aber eigentlich keine Marotten, sondern Rituale.

Festgelegte Abläufe helfen dabei, Gefühle besser zu kontrollieren

 

Entwickle Rituale, die Dich bei dem, was Du erreichen willst, unterstützen. Die Dich auf Deinen nächsten Schritt einstimmen und Dir helfen, in einen Flowzustand zu kommen.

  1. Konzentriere Dich immer auf die nächste Aktion

Wer sich zu lang über Vergangenes aufregt, kann seine Zukunft nicht gestalten. Boris Becker wurde nach seinem ersten Wimbledon-Sieg 1985 nach seinem Geheimrezept bei knappen Spielständen gefragt. Seine Antwort:

„Das Geheimnis ist, dass ich in diesen Momenten eigentlich an gar nichts denke.“

 

Oft ist es hilfreich, vom Ergebnisdenken wegzukommen und sich rein auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren. Ständige Gedanken an Vergangenheit und Zukunft können Energie kosten. Willst Du Topleistungen im Berufsleben bringen, musst Du bewusst handeln. Lieber konzentriert telefonieren und sich aktiv am Meeting beteiligen, statt mit den Gedanken bei der nächsten Aufgabe oder vielleicht ganz woanders zu sein!

Außerdem: Verlorene Punkte sofort abhaken und ihnen im Anschluss keine Bedeutung mehr zu schenken. Was dabei hilft: Direkt wieder etwas tun. Aktiv werden. Das gilt auch für alle Rückschläge im Leben.

Um im Berufsleben erfolgreich zu sein gilt mittlerweile das Gleiche, was auch für den Sport gilt: Es reicht nicht mehr, nur an seiner Technik oder Fachkompetenz zu arbeiten. Du muss genauso Deine mentalen Fähigkeiten und Deine Persönlichkeit weiterentwickeln. Nimm fachfremde Seminarangebote wahr oder lese hochwertige Literatur aus anderen Bereichen, die mit Psychologie oder Charakterbildung zu tun haben, denn die besten Sportler oder Unternehmer sind nicht immer diejenigen, mit den größten Fähigkeiten, sondern mit den stabilsten Persönlichkeiten für den entscheidenden Moment.

Weitere Tipps und Tools zur Entwicklung Deiner Persönlichkeit und Interviews mit spannenden Menschen, findest Du regelmäßig in meinem Podcast (über iTunes, libsyn oder spotify).

Viel Erfolg!

Dein Steffen Kirchner

 

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2 Gedanken zu „Erfolg oder nicht? Mentaltraining macht den Unterschied

  1. Mein Sohn sollte sich einen Sport aussuchen und er wollte unbedingt Tennis lernen. Er ist sogar richtig gut in dem was er macht. Ich finde den Hinweis gut ohne Emotionen zu spielen aber mit dem Herzen. Das bedeutet er hat den notwendigen Ehrgeiz aber hält ihn davon ab sich zu sehr hineinzusteigern.

  2. Sinnvolle Tipps für die Spieler! Recht vielen Dank! Ich bin noch ein Anfänger und die Konzentration auf die „Weg-von“-Ziele würde ich zur Acht bestimmt nehmen. Die Rituale halte ich auch vernünftig, indem es für mich sehr wichtig ist, den Tennisplatz mit allen Sinnen zu spüren. Dann bringt das Spiel echt einen riesengroßen Spaß!

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