Das LEBENS STARK Prinzip – TEIL 4: Das Aktions-Element

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Prinzip LEBENS STARK: Das Aktions-Element im LEBENS STERN

Echte Lebensstärke ist nicht nur eine Frage unserer Gefühle, Umfeldeinflüsse oder mentalen Fähigkeiten, sondern in hohem Maße auch eine Frage unserer Umsetzungskompetenzen und täglichen Aktionen. Erfolgreiche Menschen haben erfolgreiche Gewohnheiten – das ist eine Lebensregel. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns heute intensiv mit dem Aktions-Element im LEBENS STERN, um mehr über diese Handlungsebene zu erfahren, auf der Erfolge schlussendlich realisiert werden.

Das LEBENS STARK Prinzip ist ein äußerst umfassendes und ganzheitliches Erfolgskonzept. In den letzten Artikeln haben wir sehr viel über Lebenssinn, Potenziale, Gefühle, Gedanken und vieles mehr gesprochen. Mir ist es wichtig zu betonen, dass der Körper (und somit auch alle körperlichen Aktionen) keine untergeordnete Rolle im Verhältnis zum Geist oder der Seele spielt. „Körper, Geist und Seele sind eins“, heißt es so schön. Vor einigen Jahrzehnten wurden Geist und Seele eher vernachlässigt und die Aufmerksamkeit lag eher auf der körperlichen, materiellen Ebene. Alles was nicht „anfassbar“ war, galt als Spinnerei.

In den letzten 10 Jahren drehte sich diese Tendenz immer mehr ins Gegenteil um. Heutzutage wird von immer mehr Menschen der „geistige Weg“ als der einzig Wahre bezeichnet. Auch dies ist ein Irrweg, denn auch der Geist und die Seele brauchen den Körper und handfeste Aktionen/Handlungen, um in der Welt in Erscheinung treten zu können. Körper, Geist und Seele sind gleich-gülitg, besitzen also eine gleiche Gültigkeit. Es gibt keine Hierarchien zwischen den Elementen, denn kein Element ist wichtiger als das andere. Sie bedingen einander wie ein Uhrwerk, in dem jedes Rädchen seine Aufgabe zum Gelingen des Großen und Ganzen hat. Überlegen Sie doch mal: Was hilft es Ihnen, wenn Sie Ihren Lebenssinn klar definiert haben, Ihre Motivation hoch ist, Sie Ihre Talente kennen und mental super fokussiert sind, aber weder die Konsequenz, noch die Techniken und Rituale besitzen, um das Ganze in die Tat umzusetzen? Auch dann bleibt der Erfolg aus, denn eine Erfolgspersönlichkeit ist nur immer so stark, wir ihr schwächstes Element. Lassen Sie uns daher das Aktions-Element nun genauer untersuchen.

Das Aktions-Element – Zeit zum Handeln

Aktions-Element Ganz vereinfacht könnte sagen: Im Aktions-Element geht es um die Umsetzung von Ergebnissen, denn hier entscheidet sich die Qualität unserer täglichen Handlungen. Alle anderen Elemente dienen der Entwicklung von innerer Stärke. Beim Aktions-Element geht es mehr darum, auch äußerlich stark zu sein und stark zu wirken, was natürlich wiederum auch einen Einfluss auf die Qualität der inneren Stärke hat. Nochmal: Der äußere Handlungsaspekt ist genauso wichtig wie alle inneren Prozesse der Stärkenentwicklung. Denn was hilft es Ihnen, wenn Ihr Ferrari 580 PS unter der Motorhaube hat, aber sie nicht losfahren?

Vor wenigen Jahren habe ich in einem Immobilienunternehmen, das ich als Coach begleite, eine Frau kennengelernt, die in ihrem LEBENS STERN vier starke Elemente vorweisen kann. Sie kennt ihre eigene Persönlicheit sehr gut und hat in ihrer Tätigkeit ihre absolute Berufung und zentralen Lebenssinn gefunden (Spirit-Element). Sie kennt ihre Stärken, hat ein gutes Kontaktnetzwerk (Potenzial-Element), fühlt sich emotional stark und motiviert (Emotions-Element) und hat auch eine klare Fokussierung auf Ihre Ziele und ist ein sehr positiv denkender Mensch (Mental-Element). Aber dennoch stellt sich seit mehreren Jahren nur ein sehr geringer beruflicher Umsatzerfolg ein, was ihr mittlerweile existenzielle Probleme bereitet, da sie ihre Rechnungen bald nicht mehr bezahlen kann. Die Suche nach ihrem dem Problem war schnell beendet: Sie hatte die falschen Umsetzungsstrategien. Ihre täglichen Aktionen und Handlungen passten weder zu Ihrem Lebenssinn, noch zu Ihren Zielen und Werten. Auch Ihre Stärken und Talente konnte sie auf diese Art und Weise nicht einsetzen. Um bei dem Ferrari-Bild von vorhin zu bleiben: Sie war im Grunde ein Ferrari, der sich ständig aber nur 50 km/h vorwärts bewegt, da sie nur um 1. Gang fuhr. Erfolgsregel: Die Qualität Ihrer täglichen Aktionen, bestimmt die Qualität Ihres Erfolgs. Betrachten wir daher die einzelnen Bausteine des Aktions-Elements genauer.

Konsequenz & Rituale:

Konsequenz ist für mich etwas anderes als Disziplin. Oftmals heißt es, dass Erfolg primär eine Frage der Disziplin sei und diszipliniertes Handeln über kurz oder lang immer zum Erfolg führe. Das ist aus meiner Sicht eine große Lüge. Lassen Sie uns genauer hinschauen, was Disziplin eigentlich genau ist. Der Duden definiert Disziplin unter anderem so: “das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen”. Kurz gesagt: Wenn ich mich diszipliniere, zwinge ich mich dazu, etwas zu tun, was ich eigentlich nicht tun will. Daran ist erstmal noch nichts Negatives, denn es gibt Aufgaben, bei denen das zweifellos notwendig ist, um am Ende erfolgreich sein zu können. Aber dennoch ist das dauerhafte Arbeiten über die Kraft des Willens, kein Weg zur Erfüllung, da die natürliche Motivation und somit die persönlichen Bedürfnisse übergangen werden. Erfüllung ist jedoch ein entscheidener Bestandteil von echtem Erfolg. Denn Erfolg ohne Erfüllung ist meiner Philosophie nach Misserfolg.
Das Problem, das sich auf Dauer oftmals ergibt, wenn ich mich ständig dazu zwinge, etwas zu tun, was ich eigentlich gar nicht tun will ist, dass ich die Liebe zu dieser Tätigkeit verliere. Für eine überschaubare Zeit (deren Ende zeitlich absehbar ist), ist die Arbeit mit dem Willen und der Disziplin ein probates Mittel (beispielsweise das Training für einen Marathon, den man schaffen will). Doch wenn der Antrieb für die eigenen Aktionen über längere (und auf die Zukunft gesehen unbestimmte) Zeit nur von der Selbstdisziplin getragen wird, geht das sehr bald auf Kosten vieler anderer Elemente (z.B. der Motivation und Lebensenergie).

Was ist also mit Konsequenz gemeint? Konsequenz ist für mich eine Strategie. Es geht um die innere Entscheidung, einen bestimmten Umsetzungsplan konsequent einzuhalten, der auf meiner Motivation & Inspiration (Emotions-Element & Spirit-Element) basiert und eben nicht rein auf meinem Willen. Wer auf Dauer am Ball bleiben will, darf nicht ständig Dinge tun, die ihn nur Energie kosten. Wenn Rituale und tägliche Gewohnheiten auf Basis der persönlichen Motivation entwickelt und festgelegt werden, können diese Aktionen auf Dauer (nach einer gewissen Übergangsphase der Automatisierung) durchaus Energie geben. Ich verdeutliche Ihnen das an einem praktischen Beispiel aus meinem Berufsleben.

Eines meiner größten Ziele war es vor rund 6 Jahren, ein erfolgreicher Buchautor zu werden und meine Botschaften vielen Menschen im In- sowie im Ausland auf diesem Wege näherbringen zu können. Das war meine Inspiration und auch meine Motivation. Um dieses Ziel umzusetzen, brauchte ich einen Aktionsplan. Dieser lautete: „Ich schreibe ab sofort jeden 2. Tag neue Texte am PC.“ Konsequent zu sein bedeutet, diesem Commitment jetzt auch wirklich zu folgen und 3-4 mal in der Woche zu schreiben. Mit Disziplin hat das alles nicht viel zu tun, denn ich musste mich nicht selbst maßregeln oder disziplinieren, um das zu tun. Es entsprang ja aus meinem inneren Antrieb.

Konsequent zu sein bedeutet, bestimmte Rituale und Gewohnheiten (zeitlich fixierte Regelmäßigkeiten) aufzubauen, wann ich was tue. Das was ich tue sollte allerdings in den meisten Fällen zu etwas dienen, das mich innerlich wirklich selbst motiviert und inspiriert. Und natürlich muss dabei auch nicht jedes Mal ein Fortschritt oder „Erfolg“ herauskommen, wenn ich diese Aktionen umsetze. Es gab und gibt bis heute viele Tage, an denen ich Müll schreibe, der danach wieder gelöscht wird. Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum, jeden 2. Tag zu schreiben! Das ist Konsequenz! Wenn ich diese Regelmäßigkeit aufbaue, komme ich meinen Zielen und Visionen (dem neuen Buch) automatisch immer näher. Sie sehen: Mit reglementierenden und bindenden disziplinarischen Maßnahmen, hat all das nicht viel zu tun.
Erfolgstipp: Beobachten Sie sich in den nächsten zwei Wochen selbst oder/und überprüfen Sie in Gedanken Ihre Tages- und Wochenabläufe. Welche täglichen oder wöchentlichen Rituale und Gewohnheiten haben Sie? Bringen Sie diese Gewohnheiten vorwärts, machen sie Sie glücklicher, gesünder, motivierter oder wohlhabender? Fragen Sie sich im Anschluss daran: Welche Gewohnheiten müsste ein Mensch haben, um das zu erreichen, was ich erreichen will?

Techniken:

Das Wort „Technik“ stammt vom griechischen Wort „technikós“ ab und bedeutet soviel wie Kunst, Handwerk oder Fertigkeit. Daher geht es bei diesem Baustein im Aktions-Element um die Kernfrage: „Habe ich das notwendige Handwerkszeug, um meine Aktionen/Handlungen so ausführen zu können, dass ich meinen Zielen immer näher kommen kann?“ Auch hier gerne wieder ein Beispiel aus meiner Rednerkarriere:

Als ich vor rund 6 Jahren mit eifriger Konsequenz und höchster Motivation meine ersten Vortragsprogramme entwickelt hatte, ging ich auf verschiedene Bühnen und präsentierte dem jeweiligen Publikum meine Inhalte. Da ich die Vortragsteile jede Woche fleißig zuhause übte, wurde ich schnell besser und die Reaktionen auf meine Vorträge waren stets positiv. Allerdings waren die Leute nicht so begeistert, wie ich mir das gewünscht hätte. Die Zuhörer/innen waren zufrieden und fanden es interessant was ich ihnen erzählte, aber mir fehlte das Glänzen in ihren Augen. Es gab keine Standing-Ovations wie bei anderen großartigen Kollegen, die ihre Zuhörer komplett begeisterten. Ich merkte das auch an meiner damaligen Auftragslage. Zwar kamen einige Leute nach den Vorträgen zu mir und sagten, sie hätten meine Rede gut gefunden, doch im Anschluss daran bekam ich kaum Anfragen für neue Vorträge oder Empfehlungen an andere Kunden. Genau hierin lag der Unterschied. Denn wenn man nur gelobt, aber nicht weiterempfohlen wird, war man nicht wirklich gut. Dann hat man die Herzen der Menschen nicht wirklich erreicht.

Nach einiger Zeit begann ich aufgrund dessen, meinen Vortrag zuhause noch intensiver und härter zu trainieren. Allerdings wurde der Erfolg dadurch nicht größer. Woran lag das? Es lag weder an meiner Motivation, noch an meinem Talent, noch an meiner Konsequenz oder Willensstärke. Es lag schlicht und einfach an fehlender Technik. Mir fehlte das notwendige Handwerkszeug, um die Qualität meiner Aktionen auf die nächste Stufe zu heben. Das begann einerseits schon bei meiner Trainingstechnik zuhause. Wo trainierte ich meine Vortragsteile? Natürlich, vor dem Spiegel. Ein fataler Fehler, denn wer vor dem Spiegel spricht, kontrolliert sein Spiegelbild ständig selbst. Somit kann man sich weder auf die Vortragsinhalte, noch auf eine gute Performance konzentieren. Wer sich ständig bewertet, bei dem was er gerade tut, kann sich kaum weiterentwickeln. Weiterhin fehlten mir bestimmte rethorische Techniken, wie z.B. der Einsatz meiner Stimme in verschiedenen Situationen, das Einhalten von Sprechpausen um bestimmte Aussagen stärker wirken zu lassen, der Aufbau von guten Gags und Storys usw..

Ich engagierte einen Bühnencoach und ließ mich parallel dazu von einem der besten Bühnenzauberer der Welt in Sachen Bühnenperformance coachen. Dabei lernte ich das notwendige Handwerkszeug und lernte beispielsweise, dass ich mein Training zuhause genau so konsequent weitermachen sollte wie bisher – nur bitte vor einer Kamera und nicht vor dem Spiegel. Ab diesem Zeitpunkt sprach ich täglich meine Vortragsteile in die Kamera und sah mir danach die Videos an um mich danach (!) zu korrigieren. Und ob Sie es glauben oder nicht: Seit dieser Zeit hat sich die Anzahl meiner Weiterempfehlungen vervielfacht und die Leute sind in der Regel komplett begeistert, haben ein Glänzen (oder auch mal Tränen) in den Augen – und manchmal gibt es sogar auch Standing Ovations nach meinen Vorträgen ;-)
Das hat mir bewiesen: Erfolg und Stärke sind auch eine Frage der richtigen Techniken. Das Handwerkszeug muss stimmen. Techniken können natürlich vieles sein, wie z.B. Entspannungstechniken, Motivationstechniken, Spieltechniken, Kommunikationstechniken und viele weitere Handlungs- und Aktionstechniken. Überprüfen Sie für sich, ob Sie über die notwendigen Techniken verfügen, um Ihre Potenziale auch wirklich umsetzen zu können.

Sprache & Körpersprache:

Es ist für wahrscheinlich nahezu jeden Menschen aufgrund eigener Lebenserfahrung leicht nachvollziehbar, dass unsere verbale Sprache aber auch unsere Körpersprache einen massiven Einfluss auf unsere Handlungen und somit unseren Erfolg haben. Ihre Körpersprache ist Ihr direktes Signal, das Sie bewusst aber auch zu großen Teilen unbewusst ständig nach außen senden. Paul Watzlawick traf den Nagel auf den Kopf, als er vor vielen Jahren sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Damit meinte er die Sprache des Körpers, denn Sie senden durch Ihre Haltung, Ihre Gestik aber auch durch Ihre Mimik ständig Botschaften nach außen, die von Ihrem Umfeld überwiegend unbewusst wahrgenommen und interpretiert werden. Wer lernt, seine Körpersprache erfolgsfördernd einzusetzen, wird mehr innere aber auch äußere Stärke gewinnen. Im Profisport, in dem ich zuhause bin, ist dieses Wissen gerade zu existenziell. Gewinner erkennt man sofort an der Körpersprache – Verlierer übrigens auch. Das eindrucksvollste Beispiel für diese Wahrheit sind wahrscheinlich die Neuseeländischen Rugby-Spieler mit ihrem Haka-Tanz, einem ursprünglichen Kriegstanz, der bis heute vor Spielen zelebriert wird. Dabei wird die Körpersprache in zugegebenermaßen extremem Ausmaß dazu benutzt, um einerseits den Gegner einzuschüchtern, aber auch andererseits um die eigene Stärke in sich zu aktivieren. Hier können Sie ein Video über den HAKA-Tanz sehen.

Das gleiche Prinzip gilt auch für unsere verbale Sprache. Die Worte die wir wählen, erschaffen Bilder in den Köpfen der Menschen, mit denen wir sprechen. Das hat eine Auswirkung auf unseren Erfolg! Erfolgreiche und selbstbewusste Menschen in der Welt sind sehr häufig hervorragende Rethoriker und wissen ganz genau, wie sie ihre Sprache dazu einsetzen können, um Menschen zu begeistern oder auf andere Weise zu beeinflussen. Gute Verkäufer machen uns das täglich vor. Bei vielen erfolgreichen Verkäufern oder auch Politikern kann man beobachten: Die können oft nichts – aber reden können sie.

Wichtig zu betonen ist, dass das Selbstgespräch immer noch das meist geführte Gespräch am Tag ist. Also auch die Worte die Sie zu sich selbst sagen (auch im Stillen), erschafft Bilder und Gefühle in Ihrem Körper und kreiert somit in der Folge auch das Gefühl von innerer Stärke oder Schwäche. Viele der Worte und Sätze die wir untertags so rausplappern, entspringen unseren tiefen inneren Überzeugungen und Glaubenssätzen (Mental-Element). Aus diesem Grund ist es wichtig, die eigene Sprache und die Wahl der eigenen Worte regelmäßig bewusst zu machen. Spielen Sie Wort-Detektiv und achten Sie darauf, welche Begriffe oder Formulierungen Sie wählen und was das über Ihre innere Einstellung aussagt. Erfolgstipp: Wenn Sie lernen Ihre Sprache zu verändern, können Sie damit nach und nach auch Ihre Überzeugungen und Glaubenssätze (von sich selbst und auch anderen Menschen) verändern. Worte erschaffen Bilder und somit Ihre Wirklichkeit!

Tugenden:

Gerade im deutschen Fußballsport wird oft von den „deutschen Tugenden“ gesprochen. Gemeint sind damit grundlegende Erfolgselemente wie kämpfen, laufen, grätschen etc, die deutsche Fußballmannschaften in früheren Jahrzehnten immer ausgezeichnet und zu großen Triumphen geführt haben. Was aber genau ist eigentlich eine Tugend? Eine Tugend ist eine den persönlichen Werten entsprechende Handlung, die konsequent über einen längeren Zeitraum wiederholt ausgeübt wird.

Jeder Mensch hat bestimmte Werte, die ihm wichtig sind. Einen Wert zu haben und sich darüber bewusst zu sein ist das Eine. Diesen Wert aber auch wirklich aktiv zu leben, ist nochmal etwas ganz anderes. Viele Menschen haben zwar eine mehr oder weniger klare Vorstellung von ihren Werten, aber oftmals werden diese Werte nicht gelebt – sondern eher das Gegenteil. Damit verfällt man „falschen“ Tugenden, wodurch man sich in der Folge nicht stark fühlen und auch nicht wirklich glücklich werden kann. Denn klar ist: Ziele erreichen können Sie so oder so. Dazu brauchen Sie keine Werte. Sie können Ziele auch erreichen, indem Sie alle Ihre Werte, die Ihnen im Leben wichtig sind, brechen oder ignorieren. Sportler und Mannschaften können Spiele und Meisterschaften durch Betrug gewinnen, Manager können Umsatzrekorde erwirtschaften indem sie zahlreiche Mitarbeiter entgegen ihrer Versprechungen aus der Firma schmeißen, und natürlich können Sie auch Ihr Ziel Millionär zu werden dadurch erreichen, dass Sie Ihrer Familie den Rücken kehren und sich rein aufs Geldverdienen stürzen. All das ist möglich und kann zu Zielerreichungen führen. Aber es führt nie zu wirklicher Stärke und somit auch nie zu persönlichem Glück.

Lebensstark fühlt sich nur ein Mensch, mit starken Tugenden. Eine Tugend erschaffe ich, wenn ich einen Wert, den ich in meinem Leben als sehr wichtig erachte auch aktiv und regelmäßig lebe. Gelebte Werte werden automatisch zu Tugenden. Man tut das, wofür man steht. Ganz ursprünglich verstand man unter dem Wort „Tugend“, dass jemand eine vorbildliche Haltung einnimmt und Charakter zeigt. Charakter hat nur ein Mensch mit Werten, also mit Ethik und Moral. Ein Mensch der ohne Werte lebt oder fremden Werten (die nicht aus ihm selbst kommen) hinterher läuft, wirkt nicht authentisch, nicht stark und ist somit auch nie er selbst. Aus diesem Grund ist es so wichtig, sich die eigenen Werte im Spirit-Element bewusst zu machen, um eine Art Leitfaden zu haben, anhand dessen man sich im Anschluss dann auch im Aktions-Element stimmige Tugenden aufbaut. Erst dann wirkt ein Mensch bei sich angekommen oder mit sich im Reinen, wie man so schön sagt.

Beobachten Sie zum Spaß in den nächsten Tagen doch mal die Wirkungsweisen von verschiedenen Prominenten im Fernsehen. Sehr gut sind dabei vor allem auch Interviews oder Portraits, von denen man sich auch viele auf Youtube ansehen kann. Nun beobachten Sie mal, wer von diesen Personen für Sie authentisch und stark rüberkommt und wer eher nicht. Versuchen Sie Ihre persönlichen Symathien dabei möglichst außen vor zulassen. Es geht nur um die Stärke der Person, die Sie beobachten. Mein Tipp: Sehen Sie sich im Vergleich gegeneinander mal ein Interview mit Franz Beckenbauer und eines mit Boris Becker aus den letzten 2-3 Jahren an. Sie werden die Unterschiede erkennen :-)  In den meisten Fällen können Sie davon ausgehen, dass schwach wirkende Personen in diesem Moment Ihre Tugenden verletzen und sich im Aktions-Element (also ihren aktuellen Handlungen) nicht auf einer Linie mit ihren Werten befinden.

Ich hoffe ich konnte Sie mit diesem Beitrag wieder ein Stück näher in die Welt des LEBENS STARK Prinzips und die Zusammenhänge des LEBENS STERNS einführen. Ich würde mich über ein Feedback von Ihnen als Kommentar sehr freuen.

Herzliche Grüße, Ihr Steffen Kirchner

P.S.: Nähere Informationen zu allen anderen Elementen im LEBENS STERN finden Sie hier: Spirit-Element | Potenzial-Element | Mental-Element | Emotions-Element

EMPFEHLUNG:
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